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Mit einem Gedenkmarsch und der obligatorischen Kranzniederlegung wurde an die Schlacht bei Gammelsdorf erinnert – wie jedes Jahr im Januar. 

Königstreue am Schlachtendenkmal

Patriotentreffen in Gammelsdorf: Mit ganzem Herzen beim Kini

Dutzende Traditionalisten haben am Samstag in Gammelsdorf an die dortige Schlacht im Jahr 1313 erinnert.

Gammelsdorf–  Mit einem Gedenkmarsch und einer Kranzniederlegung gedachten sie bei bewölktem Himmel der Kämpfe zwischen Wittelsbachern und Habsburgern. Die Schlacht von Gammelsdorf war eine der letzten Ritterschlachten, in denen gepanzerte Reiter gegen gepanzerte Reiter antraten und noch keine Feuerwaffen eingesetzt wurden. Herzog Ludwig IV., bekannt als „Ludwig der Bayer“, gewann damals die Auseinandersetzung gegen seinen Vetter Herzog Friedrich von Österreich. So wurde Ludwigs Herrschaft in Bayern gefestigt.

Am Schlachtendenkmal wurde in Festtracht des Sieges über die Österreicher anno 1313 gedacht.

Das Erbe von Georg Lohmeier

Wie jedes Jahr im Januar rückten am Samstag wieder die Königstreuen mit Vereinsfahnen und in Festtracht zum „Winterpatriotentreffen“ an. Der Verband der Königstreuen vereinigt als Dachorganisation rund 50 Verbände, die sich dem Erhalt von Brauchtum und der Tradition widmen. Insbesondere wollen sie die Erinnerung an das Königsgeschlecht der Wittelsbacher hochhalten. Sie sehen sich als Traditionalisten, aber nicht als Monarchisten. Schriftsteller Georg Lohmeier hatte das Gammelsdorfer Treffen in den 1970er Jahren mit ins Leben gerufen. Er wollte das Bild Bayerns nach außen stärken. Sein Ausspruch: „Mia brauch’ma koan Kini, aba scheena waar’s scho.“  

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