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Scherzbold aus Gammelsdorf: Johann Ecker will Witze-Meister werden

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Von: Nico Bauer

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Hofft auf viele Lacher: Johann Ecker (71) aus Gammelsdorf nimmt an diesem Sonntag um 18 Uhr an der Oberbayerischen Witze-Meisterschaft in Dachau teil.
Hofft auf viele Lacher: Johann Ecker (71) aus Gammelsdorf nimmt an diesem Sonntag um 18 Uhr an der Oberbayerischen Witze-Meisterschaft in Dachau teil. © Roland Albrecht

Wer ist Oberbayerns bester Witze-Erzähler? Wenn am Sonntag in Dachau dieser Titel vergeben wird, ist auch ein Gammelsdorfer mit von der Partie.

Gammelsdorf – Johann Ecker ist im Familien- und Freundeskreis immer für einen Witz gut und nun schickt er sich an, der Witze-Champion von Oberbayern zu werden. Am Wochenende ist er in Dachau einer der acht Teilnehmer der Witze-Meisterschaft, bei der sich der Sieger dann weiterqualifiziert zur bayerischen Meisterschaft.

Durch Zufall stieß der 71-Jährige auf die Ausschreibung des Wettbewerbs, als er sich im Internet nach neuen Witzen umsah. „Ich mache da aus Spaß mit, nicht mit großen Zielen“, sagt Ecker. Von seiner Frau erntete er Unverständnis für die Anmeldung, „denn sie würde da nicht für 1000 Euro mitmachen“. Der Gammelsdorfer, der für sein Leben gerne Menschen zum Lachen bringt, kann seine Chancen nicht so recht einschätzen. Er weiß nur, dass zum Schluss drei Teilnehmer das Finale bestreiten. Über die letzte Runde macht er sich keine Gedanken: „Wenn man sich große Ziele setzt, dann ist man am Ende nur enttäuscht.“

Der Wettbewerb ist für die Teilnehmer wahrlich kein Zuckerschlecken, denn es warten zehn Durchgänge mit Aufgabenstellungen von Themenwitzen (Andere Länder, andere Sitten) über klassische Kalauer bis hin zu freien Möglichkeiten (Begrüßungswitz). Den meisten Respekt hat Johann Ecker vor der Runde, wenn jeder einen Vornamen zieht und dieser spontan in den Witz eingebaut werden muss. Das ist beispielsweise die Paradedisziplin der Gstanzlsänger, von denen mit Bäff Piendl ein absoluter Superstar in der Jury sitzt.

Vor fünf Jahren hätte er auf der Bühne noch kein Wort rausgebracht

Johann Ecker hat sich auf seine erste Meisterschaft gut vorbereitet. „Zwei bis vier Witze habe ich für jede Kategorie dabei“, sagt der Gammelsdorfer. Nur eben bei dem spontanen Einbau eines Vornamens hat er Bauchschmerzen. Die Gstanzlsänger bewundere er für ihre Fähigkeiten: „Ich bin immer fasziniert von diesen Menschen, die aus dem Stegreif solche Sachen hinbekommen.“

Bei der Witze-Meisterschaft wird Johann Ecker auch den Auftritt im Rampenlicht genießen, wie er verrät. „Vor fünf Jahren hätte ich auf dem Podium gestanden und den Mund nicht aufgebracht“, erklärt er. Er habe erst in den vergangenen Jahren mit Wortmeldungen bei politischen Diskussionen gelernt, vor vielen Menschen zu reden. Deshalb fährt er nun tiefenentspannt nach Dachau und freut sich auf eine neue Erfahrung. Zu verlieren hat der Spaßvogel aus Gammelsdorf überhaupt nichts. Und wenn es mit der oberbayerischen Witze-Meisterschaft nicht klappt, dann will er auch weiterhin vor Freunden und Familie das Wort Witze-erzählend ergreifen.

Diese Witze gehören zu Eckers liebsten

„Nach der Fronleichnamsprozession sitzen alle in der Kirche und singen: Großer Gott, wir loben dich. Da kracht es laut an die Tür und der Teufel kommt herein. Alle Menschen inklusive Pfarrer und Ministranten flüchten über die Sakristei. Nur ein Mann bleibt seelenruhig sitzen. Der Teufel fragt ihn, ob er denn gar keine Furcht habe. Seine Antwort: „Ich habe keine Angst, ich bin seit 30 Jahren mit deiner Schwester verheiratet.“

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Frau: „Eines schönen Tages werde ich dich verlassen.“ Mann: (guckt aus dem Fenster) „Heute ist ein schöner Tag.“

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