Ganz schön blau

Hallbergmoos - Warum nicht einfach mal Blau machen? Wer sich mit diesem Gedanken trägt, ist derzeit im Rathaus gut aufgehoben. Dort wurde nun die Ausstellung „BLAU“ eröffnet.

Farbspiele von acht Kreativen des Künstlerstammtischs gibt’s auf drei Etagen zu sehen. Blaues Kleid, blaue Bluse, blauer Blazer: Eine Vielzahl von Gästen und natürlich die acht ausstellenden Künstlerinnen selbst hatten zur Ausstellungseröffnung ihr Outfit dem Thema angepasst. Auch Bürgermeister Harald Reents hatte eigens die blaue Krawatte umgelegt. Er freute sich über „die Bereicherung im Rathaus“ - und facettenreichen Werke, die zum Nachdenken anregen. „Was mir persönlich am besten gefällt, sind die Kontrapunkte, die sich aus der Bild- und Themenauswahl ergeben.“

Für die Organisation der Ausstellung zeichnet wie gewohnt Inez Eckenbach verantwortlich: Die Leiterin des Künstlerstammtischs konnte acht Kunstschaffende, darunter fünf aus Hallbergmoos, für das Thema gewinnen: Zu sehen gibt es Aquarell, Acryl oder Airbrush-Arbeiten von Anneliese Adelsperger, Inez Eckenbach, Anja Gebauer, Gerhild Hoffmann, Brigitte Hoppstock, Stefanie Ihlefeldt, Roswitha Prehm und Margot Thiel.

Wie viele Assoziationen die Farbe Blau zulässt - sei es historisch oder in ihrer Symbolhaftigkeit - machte Eckenbach in ihren Grußworten deutlich: Da steht einmal die Farbe Blau für Ferne, Weite und Freiheit oder Sehnsüchte, ein anderes Mal für die Wasser innewohnende lebensspendende Weiblichkeit oder für das im Himmelsblau symbolisierte Göttliche. Dementsprechend breit ist das Spektrum der Werkschau BLAU: Unter dem Titel Fantasie unternimmt Adelsperger beispielsweise einen Ausflug ins Universum, Margot Thiel hat unter demselben Titel die Tiefe von Wellen und Wasser aufgenommen. Stillleben und landschaftliche Impressionen hat Ihlefeldt im Bild festgehalten. Experimentell präsentiert sich Brigitte Hopstock, unter anderem in der „Blauen Stunde“. Ein Hingucker ist der „Graue Kaiser“ von Geri Hofmann - ein mit Bastelglas geschuppter Fisch im blauen Wasser. Eine neue kreative Seite zeigt Bildhauerin Ros-witha Prem, die mit Bildern und der Frage „Blau?“ erstmals als Malerin mit von der Partie ist. Natürlich hat sich auch Inez Eckenbach-Henning dem Thema auf vielfältige Weise gewidmet: Mit Landschaftsbildern in Aquarell und Acryl - und abstrakten Farbspielen aus der Unterwasserwelt vor Island.

Als Newcomerin dabei ist Anja Gebauer: Die 28-Jährige aus Hallbergmoos hat sich vor einem Jahr dem Künstlerstammtisch angeschlossen und ist sehr glücklich darüber, erstmals selbst auszustellen. Sie malt, wie sie berichtet, „seit ich einen Stift halten kann“. Seit 2008 lebt die junge Frau - im Hauptberuf Kabinen-Mechanikerin - in Hallbergmoos. Sie verwendet hauptsächlich Acryl und in jüngster Zeit arbeitet sie mit Airbrush: „Ich habe schon viele Wohnungen, Gaststätten oder Garagen gestaltet, aber die ließen sich nicht ins Rathaus bringen.“ Auf Leinwand zu sehen gibt es unter anderem ihren Emu, der einen attraktiven Kontrapunkt der Ausstellung setzt. (ev)

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