Gelungene Premiere des neuen Freitagsmarkts

Neufahrn - Mehr Stände, ein verbessertes Angebot und umliegende Geschäfte besser einbeziehen. Das ist das Vorhaben, mit dem Marktplatztreff und Marktgilde den Neufahrner Freitagsmarkt attraktiver machen wollen. Ein Plan, der bei der Premiere schon mal aufging.

Da war Musik drin an diesem Freitag in Neufahrns guter Stube. Deutlich mehr Leute als gewohnt waren zur Eröffnung des neuen Freitagsmarktes gekommen. Wohl nicht nur, weil Akkordeonspieler Erich Manderla durch die Reihen zog, sondern auch, weil es was zu essen und trinken gab. Der Marktplatztreff hatte eine Art Biergarten errichtet. Einziger Makel: Es gab gar kein Bier. Die Besucher nahmen das verbesserte Angebot dennoch dankend an.

Die Veranstalter hatten das angekündigte, lokale Pflügler-Bier, weil die Schankerlaubnis der Gemeinde fehlte, kurzerhand von der Karte gestrichen. „Wer Bier will, der kann es sich beim Käseschlemmer holen“, sagte Mit-Organisatorin Sonja Aigner.

Denn umliegende Geschäfte wie „Casa Verde“ miteinzubinden, das ist schließlich eines der Ziele des Markplatztreffs und seiner Initiative. Lange Zeit bestand der Freitagsmarkt nur aus zwei Ständen. Denen von Obst- und Gemüse Bichler und von der Metzgerei Anthofer. Hinzugekommen ist jüngst die Hofbäckerei Waldinger - und jetzt auch ein Stand des Mintrachinger Biohofs Meidinger. Nicht zu vergessen: das gastronomische Angebot, das der Marktplatztreff ab sofort unterbreitet. Laut Aigner ist man mit dem eigenen Catering-Standl „immer da, wenn schönes Wetter ist“. Mit sauber gedeckten Tischen, einem Kaffee- und Kuchen-Verkauf. Außerdem bietet man Weißwürste oder Wiener sowie alkoholfreie Getränke feil.

Der Markt wirkt kompakter. Die Organisatoren haben ihn etwas vorgezogen: an die Bahnhofstraße, wie Eva-Maria Kamrad von der Deutschen Marktgilde am Freitag verriet. Die Zweigniederlassungsleiterin verteilte Einkaufstaschen aus Leinen mit der Aufschrift „Einkaufen von Mensch zu Mensch - unser Neufahrner Wochenmarkt“.

Ein Motto ganz im Sinne von Bürgermeister Franz Heilmeier. „So wie das heute ist, das wäre das Bild, das wir uns wünschen von unserem Freitagsmarkt und von unserer Ortsmitte,“ urteilte der Rathauschef. Der Markt solle ein Ort sein, „wo man miteinander ins Reden kommt, wo man die Produkte für den täglichen Bedarf einkauft.“ Dass es dafür einen langen Atem braucht und bisweilen auch wieder ein paar weniger Leute da sein werden, davon müsse man auszugehen. Seine Bitte: „Kommen sie auch in Zukunft hierher!“

Einem Ehepaar, dass sich mit prall gefüllten Taschen auf den Nachhauseweg machte, musste er das nicht zweimal sagen. „Wir sind jeden Freitag da. Da sind die Leute selber schuld, wenn sie nicht hergehen“, sagte der Mann. Die Frau nickte nur.

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