Gemeinde richtet Ökokonto ein

Hallbergmoos - Wenn die Gemeinde Hallbergmoos bisher ein Baugebiet ausgewiesen hat, „haben wir immer erst das Aufwerten angefangen, wenn es gerade gebraucht wurde“, so Bürgermeister Harald Reents. Doch mit diesem Gestopsel soll jetzt Schluss sein: Die Gemeinde wird ein Ökokonto einrichten, um künftig Ausgleichsflächen für Baumaßnahmen bereits vorrätig zu haben.

Bereits im Jahr 2013 war die Freisinger Firma Grünplan GmbH damit beauftragt worden, gemeindeeigene Grundstücke zu untersuchen und zu überplanen, um ein Ökokonto anlegen zu können. Jetzt hat Petra Schmid von Grünplan im Gemeinderat dargelegt, wie so ein Ökokonto aussehen könnte. Dass gerade auch die Gemeinde Hallbergmoos solche Vorratsflächen benötige, liege an dem hohen Bedarf an Wohnbauflächen.

Mit einem Ökokonto, so Schmid, sei ein sinnvolles Gesamtkonzept mit zusammenhängenden Flächen möglich, würden die Bebauungsplanverfahren verkürzt werden, weil die Suche nach Ausgleichflächen entfalle, und sei auch ein finanzieller Vorteil verbunden. Denn: Die anrechenbar Fläche erhöhe sich pro Jahr um drei Prozent. Sprich: Wenn jetzt ein Hektar als Ausgleichsfläche aufgewertet wird, sind in zehn Jahren 1,3 Hektar anrechenbar.

18 Grundstücke, so Schmid, habe man also überplant, dabei eine Gesamtfläche von rund 13 Hektar für das Ökokonto vorgesehen. Weil im Süden der Gemeinde in den vergangenen Jahren sehr viele Ausgleichsflächen geschaffen worden seien (vor allem auch für Maßnahmen der FMG), habe man auch Flächen im nördlichen Gemeindegebiet aufgenommen.

Die Aufwertung dieser Flächen zur Aufnahme in das Ökokonto der Gemeinde kostet Hallbergmoos rund 400 000 Euro, legte Schmid den Gemeinderäten dar. Da gebe es sehr günstige Maßnahmen, bei denen allerdings auch nur die Hälfte der Fläche angerechnet werden dürfe. Es gebe aber auch sehr aufwändige Maßnahmen, bei denen die Areale doppelt angerechnet würden.

Eine Beschlussfassung erfolgte am vergangenen Dienstag im Gemeinderat noch nicht. Noch können die Räte die Unterlagen einsehen und Fragen stellen, bevor in einer der folgenden Sitzungen die Aufstellung eines Ökokonto endgültig erfolgen soll.

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