+
Für das Areal des Thalhamer Hofs ist nach langem Hin und Her eine Entscheidung gefallen: Der Attenkirchener Gemeinderat hat am Montag Grünes Licht für große Baumaßnahmen gegeben. 

Gemeinderäte segnen Pläne ab

In Thalham sollen 71 neue Wohneinheiten entstehen

Jetzt geht’s rund in Thalham: Die Pläne von Walter Pletschacher, die für das große Grundstück an der Waldstraße 14 ganz Großes vorsehen, sind im Gemeinderat Attenkirchen abgesegnet worden. Die Folge: Das Areal rund um den Thalhamer Hof wird man kaum wieder erkennen.

Attenkirchen – Was da am Montag nach zahlreichen nichtöffentlichen Gemeinderatssitzungen und Beratungen schlussendlich öffentlich beschlossen wurde, wird das Gesicht der Ortschaft Thalham gravierend verändern: Walter Pletschacher will den bestehenden Thalhamer Hof in 14 Wohneinheiten samt Gaststätte umwandeln, will westlich davon ein Boardinghaus mit 37 Einheiten errichten und im Süden des Thalhamer Hofs in vier Baukörpern 20 barrierefreie Wohnungen bauen. Im Klartext: 71 neue Wohneinheiten werden in Thalham entstehen – etwas, was nur BG-Gemeinderätin Birgit Salzbrunn zu viel des Guten war. Pletschachers Anträge wurden dennoch im Gemeinderat abgesegnet.

Das Thema hat eine längere, spannende und abwechslungsreiche Historie (wir haben berichtet): Im Sommer 2014 hatte Pletschacher beantragt, den Thalhamer Hof in ein Wohnheim für Asylbewerber umnutzen zu dürfen. Der Gemeinderat hatte das abgelehnt, weil der Antrag der damals gerade in Arbeit befindlichen Änderung des Bebauungsplans und der zuvor erlassenen Veränderungssperre widersprochen hätte. Daraufhin hatte Pletschacher seinen Antrag zurückgezogen. Doch er kam wieder.

Im Oktober 2014 der nächste Antrag von Pletschacher: Jetzt wollte er im Thalhamer Hof elf Wohneinheiten unterbringen. Doch auch da spielten die Gemeindeverwaltung und der Gemeinderat nicht mit, weil man befürchtete, dass diese Wohnungen letztendlich auch zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt würden. Das Landratsamt hatte das aber anders gesehen und den Gemeinderat aufgefordert, das Einvernehmen zu erteilen. Doch die Attenkirchener Räte blieben hart und lehnten den Antrag im November 2014 neuerlich ab. Daraufhin hatte das Landratsamt ein Machtwort gesprochen und das gemeindliche Einvernehmen ersetzt.

Seitdem, so wurde am Montag im Gemeinderat von Bürgermeister Martin Bormann des Öfteren betont, habe man sich immer wieder nichtöffentlich mit Tekturplänen und Planungen Pletschachers beschäftigt.

Als Resultat lag nun also ein immer wieder abgestimmtes und dem Bebauungsplan in weiten Teilen entsprechendes Gesamtkonzept für das Areal an der Waldstraße 14 vor, das der Gemeinderat auch so absegnete: So werden im Thalhamer Hof 14 Wohnungen (zwischen 34 und 86 Quadratmeter) eingebaut und wird die Villa Salentina zur Gaststätte mit 58 Quadratmeter. Westlich davon wird ein dreigeschoßiges Boardinghaus (31 mal 13 Meter) erbaut, in dem 37 Appartements mit einer Gesamtfläche von 862 Quadratmeter untergebracht werden. Und schließlich will Pletschacher südlich des Thalhamer Hofs vier nebeneinander angeordnete Gebäude errichten lassen, in denen 20 Wohneinheiten mit einer Größe zwischen 63 und 90 Quadratmeter Platz finden sollen.

Für alle Bauvorhaben zusammen muss Walter Pletschacher oberirdisch, in Garagen und in einer Tiefgarage 104 Stellplätze nachweisen. Und das tut er, weshalb der Gemeinderat dem Planungskonzept Grünes Licht erteilte. Lediglich Birgit Salzbrunn waren die 71 neue Wohnungen auf einen Schlag für eine kleine Ortschaft wie Thalham einfach zu viel. Die BG-Gemeinderätin votierte gegen die Bauanträge.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bemerkenswerter Einsatz
Einige Mitglieder des Arbeitskreises für Außen- und Sicherheitspolitik (ASP) der CSU Freising besuchten kürzlich das Bayerische Rote Kreuz. Der Zugführer der …
Bemerkenswerter Einsatz
46 Brummis und ihre Fahrer unter die Lupe genommen
Nachdem sich Bayerns Innenminister Joachim Herrmann an der neu eingerichteten Kontrollstelle für Lkw vor Ort ein Bild gemacht hatte (wir berichteten), legte die Polizei …
46 Brummis und ihre Fahrer unter die Lupe genommen
Moosburger bei Jauch: „So einen Klugscheißer hatten wir schon lang nicht mehr“
Sein Lebenstraum hat sich erfüllt: Heinrich Röhrl (68) aus Moosburg war als Kandidat bei „Wer wird Millionär“. Dort räumte er nicht nur 125.000 Euro ab, sondern auch …
Moosburger bei Jauch: „So einen Klugscheißer hatten wir schon lang nicht mehr“
20 Fragen an Bundestagskandidat Thomas Neudert (FDP)
Die Bundestagskandidaten des Wahlkreises Freising/Pfaffenhofen haben ein Ziel: Sie wollen nach Berlin. Das FT stellt Ihnen, liebe Leser, nach und nach die Kandidaten …
20 Fragen an Bundestagskandidat Thomas Neudert (FDP)

Kommentare