Johann Stegmair will Funkanbieter auf einen Standort konzentrieren.

Gemeinderat lehnt 40-Meter-Funkmast ab

Hohenkammer - Eine Firma will einen Funkturm von 40 Metern Höhe errichten - das geht gar nicht, urteilte der Gemeinderat Hohenkammer. Der Bürgermeister befürchtet eine „Verspargelung des ganzen Orts“.

Die Deutsche Funkturm GmbH hat den Neubau eines 40 Meter hohen Stahlgittermasts „Im Mitterfeld“ in Hohenkammer beantragt. Er soll an die Stelle eines bereits bestehenden, knapp zehn Meter hohen Masts treten. Den hatte die Funkturm GmbH nach Auskunft von Bürgermeister Johann Stegmair genehmigungsfrei bauen können.

Eigentlich sind derartige Bauprojekte, wie sie die Funkturm GmbH jetzt vorhat, im Außenbereich privilegiert. Der Antrag, den der Gemeinderat jetzt abgelehnt hat, lautete auf „Neubau eines Stahlgittermasts in Höhe von 40 Metern mit Versorgungseinheit“. Die Hoffnung der Gemeinde beruht jetzt darauf, dass man eine Alternative anbieten kann. Man verfügt nämlich über einen großen Mast nahe Waltenhofen, auf dem sich alle Funkanbieter konzentrieren sollen.

„Wir wollen keine Verspargelung des ganzen Orts“, argumentierte der Bürgermeister. Er verwies auf einen Beschluss, wonach der Mast in Waltenhofen eigens dafür eingerichtet worden sei, damit sich alle Anbieter „darauf positionieren“ könnten. Erst vor geraumer Zeit war man mit einer Funkstation am Wasserbehälter am Eichethof auf diesen großen, als unbedenklich erachteten Masten „umgezogen“, sagte Stegmair. Es sei den Bürgern nicht vermittelbar, dass man einerseits die Funkstation am Eichethof extra verlegt hat und nun andererseits einen Funkmast in dieser Höhe an anderer Stelle befürworten solle, betonte der Rathauschef.

Stegmair stieß mit dieser Ansicht auf breite Zustimmung im Gemeinderat. Die Ablehnung für das Vorhaben der Funkturm GmbH war groß. Gerhard Friedrich erklärte, man dürfe dem Antrag „auf keinen Fall zustimmen“. Auch er bezog sich in seiner Beurteilung auf den Abbau der Funkstation am Hochbehälter. Ob diese Argumentation allerdings greift und die Verantwortlichen im Landratsamt überzeugen kann, das ließ Stegmair offen. Entscheiungsträger ist nämlich letztlich das Landratsamt.

Die Gemeinde Wang hatte sich kürzlich mit einem ähnlichen Antrag zu befassen. Auch dort stieß die Funkturm GmbH auf Ablehnung. Statt 30 Meter wollte man nur 20 Meter Höhe erlauben. Auch hier entscheidet das Landratsamt. Einen alternativen Standort konnte Wang nicht bieten. (af)

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