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Einem Flüchtlingswohnheim an der Nandlstädter Straße in Tegernbach hat der Gemeinderat erneut einen Riegel vorgeschoben.

Gemeinderat Rudelzhausen bleibt bei seiner Entscheidung:

Asylbewerberheim in Tegernbach erneut abgelehnt

Rudelzhausen - Erneut hat der Gemeinderat Rudelzhausen eine geplante Asylbewerber-Unterkunft in Tegernbach abgelehnt. Nun entscheidet das Landratsamt.

Eine Asylbewerber-Unterkunft mit 47 Flüchtlingen ist in Tegernbach einfach zu viel: Das hat der Gemeinderat Rudelzhausen noch einmal bekräftigt. Doch das Landratsamt ist offenbar anderer Meinung.

Jetzt ist das Landratsamt wieder am Zug: Der Gemeinderat Rudelzhausen hat sich erneut gegen eine Asylbewerber-Unterkunft in Tegernbach ausgesprochen. Das Gremium hält damit an seiner Meinung fest, das geplante Wohnheim an der Nandlstädter Straße 9 sei „nicht gebietsverträglich“.

Hintergrund: Südlich des Asylheims ist gleichzeitig ein Heim für deutsche Volkszugehörige, Sowjetzonenflüchtlinge und Spätaussiedler geplant. Die Klage gegen dieses Vorhaben läuft beim Verwaltungsgericht und noch ist nicht bekannt, wie viele Menschen dort wohnen könnten. In der Asylbewerber-Unterkunft sollen es 47 Bewohner sein, das steht schon fest. 

Für die Gemeinderäte zu viel: „Das ist wesentlich zu hoch“, sagte Bürgermeister Konrad Schickaneder in der Gemeinderatssitzung am Montag. „Dieses Maß ist nicht gebietsverträglich.“ 20 Asylbewerber könne Tegernbach ja noch verkraften, aber nicht 47. Diese Begründung hatte die Gemeinde schon bei der ersten Ablehnung im November angegeben. Das Landratsamt hat das aber nicht gelten lassen – diese Befürchtungen hätten keine rechtliche Relevanz, zitierte der Bürgermeister aus einem Schreiben.

Dass „Probleme verschiedener Natur“ entstehen können, gesteht das Landratsamt zu. Zudem könne man den Mietvertrag auf drei Jahre begrenzen und über „eine Verlängerung nur in Absprache mit der Gemeinde“ entscheiden. Ein Kompromiss, auf den die Gemeinderäte nicht eingehen wollten: „In drei Jahren sieht es doch auch nicht anders aus“, meinte Michael Krumbucher (Freie Wähler). Auf diese Aussage des Landratsamts könne man keinen Wert geben, bekräftigte auch Antonia Hagl (CSU). 

Ergebnis: Das Gremium schmetterte das Projekt im zweiten Durchgang einstimmig ab. Nun geht der Antrag wieder zum Landratsamt – und das könnte die Gemeinde überstimmen. „Dann könnten wir eventuell den Klageweg beschreiten“, meinte der Bürgermeister.

Bürgerversammlung zum geplanten Flüchtlingsheim

Eine außerordentliche Bürgerversammlung findet am Montag, 25. Januar, ab 19 Uhr beim Oberen Wirt in Tegernbach statt. Eine Vertreterin des Landratsamts Freising spricht zum Thema Asylbewerber-Unterkunft und beantwortet auch Fragen.

Regina Kaindl

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