Gemütlichkeit ist scharf aufs Gauschießen

Dietersheim - Es war keine gewöhnliche Jahreshauptversammlung des Schützenvereins Gemütlichkeit Dietersheim, der seine Berichtspflichten samt Vorstandsneuwahl wieder locker und souverän über die Bühne brachte. Die Versammlung beschloss diesmal nämlich auch, dass sich der Verein erstmals in seiner Historie um die Austragung eines Gauschießens bewirbt.

Die Dietersheimer Schützen haben sich schon öfters Gedanken gemacht, sich für die Austragung des größten Schützenevents im Gau Massenhausen anzubieten. Die Überlegungen scheiterten immer an der fehlenden Location für einen Bewerb mit bis zu 1000 teilnehmenden Sportlern. Die Voraussetzungen haben sich nun aber geändert - dank der neuen Vereinshalle auf dem Sportgelände des SVD.

Schützenmeister Reinhard Oberauer machte deutlich, dass der 40 Jahre alte Verein in der Halle so ein Gauschießen austragen könne und stellte die Bewerbung zur Abstimmung. Mit 44:14 Stimmen entschieden sich die Gemütlichen für die Bewerbung beim Gau. „Das war das gewünschte Signal der Mitglieder“, sagte Oberauer, der sich vor allem ein deutliches Votum gewünscht hatte.

Die Dietersheimer Schützen haben aktuell 167 Mitglieder, was einem Zuwachs von zehn Personen entspricht. Entgegen dem Trend der meisten Schützenvereine wachsen die Gemütlichen. Die Mischung aus sportlichem Ehrgeiz bei den Rundenwettkämpfen mit Gaudievents spricht die Bürger an. Bekannte Spaßschießen der Dietersheimer sind unter anderem das Nikolausschießen mit drehendem Weihnachtsbaum oder das für die ganze Bevölkerung offene Ostereierschießen, bei dem 2015 über 5000 Eier unter die Leute gebracht wurden.

Problemlos gingen die Neuwahlen des Vorstands über die Bühne. Die Mitglieder bestätigten Schützenmeister Reinhard Oberauer sowie seinen Stellvertreter Josef Bohmann. Weiter gewählt wurden Kassier Brigitte John, Schriftführerin Steffi Maurus, Sportleiter Rudi Sporrer, 2. Sportleiter Wolfgang Holzapfel sowie die Jugendleiter Martin Maurus und Franz Oberauer. Als Beisitzer fungieren Hans Muitzi, Eduard Weber, Peter Neumann, Kerstin Loewe-Neumann, Christian Paulini, Otto John und Johann Blank.

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