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Abstrakt, aber nicht gegenstandslos – so beschrieb Georg Schönberger seine Werke. Am Samstag ist der 81-jährige Künstler nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben.

Nachruf

Georg Schönberger (†): Ein Künstler, der stets erdverbunden geblieben ist

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Volkmannsdorf - Er hinterlässt der Nachwelt unzählige Bilder, Skulpturen und Mosaike: Im Alter von 81 Jahren ist jetzt der Volkmannsdorfer Maler Georg Schönberger gestorben.

„Form und Farbe ist Komposition, der Hintergrund des Erlebten gibt ihr Tiefe.“ Dieses Leitmotiv bestimmte zeitlebens die Malerei von Georg Schönberger. Nun ist der Künstler nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 81 Jahren gestorben. Wenn er am Freitag um 10.30 Uhr auf dem Friedhof in Volkmannsdorf seinen letzten Erdenweg antreten wird, hinterlässt er der Nachwelt eine schier unüberschaubare Fülle an Bildern, Skulpturen und Mosaiken.

Der künstlerische Werdegang von Georg Schönberger wurde durch lange und regelmäßige Aufhalte auf der Insel Kreta geformt, die seit mehr als 60 Jahren – zunächst mit seiner ersten Frau Herlinde (gestorben 1999), und bis zuletzt mit seiner Frau Martina – zu seiner zweiten Heimat geworden war.

Die extrem gegensätzlichen Landschaften und das Leben der einfachen Bauern dort haben ihn geprägt, und in seinen Bildern, Mosaiken und Bleiglasfenstern finden sich viele Details aus diesem Umfeld wieder. Auf Kreta holte er sich die Inspirationen und die schöpferische Kraft für die freie Malerei. Stets kehrte er von dort mit einer Fülle an Skizzen, aber auch Bildern in die oberbayerische Heimat zurück.

In den früheren Klassenzimmern konnte er sich entfalten

Und die war für den Meisterschüler von Professor Franz Nagel – Schönberger studierte bei dem in der Kunstwelt hochgeachteten Maler zwölf Semester an der Kunstakademie München – seit 1971 das Schulhaus in Volkmannsdorf, wo er mit seiner Frau und den Kindern Zacharias und Irene lebte. Die ehemaligen Klassenzimmer ermöglichten von Anfang an ein großzügiges künstlerisches Arbeiten und boten den Raum, Empfindungen und Erlebnisse in Farbe und Form auszuleben.

Mehr noch: Der große Obstgarten erlaubte ihm und seiner Familie ein naturhaftes Leben. Die Schafhaltung und die Produktion von Käse für den Eigenverbrauch gehörten ebenfalls dazu wie die Kunst. Erdverbunden, gütig, immer ein leicht verschmitztes Lächeln im Gesicht, das war Georg Schönberger. Und das bestätigen alle, die bei ihm einmal einen Malkurs besuchen durften.

„Meine Malerei ist zwar abstrakt, aber nicht gegenstandslos“, beschrieb er einmal seine Werke. Wie etwa die Kettenbilder. Die Abdrücke ölverschmierter Gabelstapler-Ketten – beliebig gelegt – inspirierten ihn zur malerischer Bearbeitung, wodurch ein technischer Gegenstand zu einem organischen Element wurde.

Überhaupt ließ sich Schönberger von blitzschnellen Bewegung inspirieren. So entstanden etwa seine Serien „Volleyball“ oder vom Kammerorchester Moosburg, bei dessen Proben er beiwohnte und somit Musik durch den Pinselstrich erlebbar machte. Eines seiner Vermächtnisse steht im Pausenhof des Gymnasiums Moosburg. Es ist eine Betonskulptur mit Mosaik-Einlagen. Im Zentrum ein Farbkreis, ein sehendes Auge, umgeben von Naturerscheinungen wie Feuer, Wasser, Sterne und Pflanzen – Schönbergers künstlerischer Hinweis auf die naturwissenschaftliche Ausrichtung der Schule.

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