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Geplante Montessori-Schule: Dämpfer von der Regierung

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Auf dem Areal der Wittibsmühle zwischen Moosburg und Wang will ein Verein eine Montessori-Schule eröffnen. Doch bislang passt den zuständigen Stellen in der Regierung von Oberbayern das vorgestellte Konzept noch nicht.
Auf dem Areal der Wittibsmühle zwischen Moosburg und Wang will ein Verein eine Montessori-Schule eröffnen. Doch bislang passt den zuständigen Stellen in der Regierung von Oberbayern das vorgestellte Konzept noch nicht. © Albrecht

Wang - Ein Verein will in der Wittibsmühle nahe Moosburg eine Montessori-Schule gründen. Doch bis dahin muss noch der eine oder andere Kampf gewonnen werden.

Es ist und bleibt ein spannendes Thema: Der Montessori-Verein Moosburg plant, auf dem Gelände der Wittibsmühle eine eigene Schule zu errichten. Viele Hürden hat der Trägerverein um den Vorsitzenden Thomas Becker bereits überwunden: Die breite Unterstützung der Bürger sowie der Kommunalpolitik ist gesichert, auch die Anmeldezahl ist bereits hoch. Geeignete Räumlichkeiten konnte der Verein ebenfalls finden. 

Erst diese Woche fasste der Wanger Gemeinderat den Beschluss, die vorhandenen Büro- und Lagerräume in Schulräume umzuwandeln. Bürgermeister Hans Eichinger freute sich über diese Maßnahme, da „die Flächen ursprünglich ohnehin als Schule ausgewiesen worden waren“.

Unbefriedigende Situation, die einem manchmal die Lust am Arbeiten nimmt

Ein Dämpfer sei für Becker jedoch das Verhalten der Regierung von Oberbayern. Im vergangenen Herbst hatten er und sein Team das ausgearbeitete Konzept vorgelegt. Die Reaktionen fielen „sehr verhalten“ aus: „Uns wurde nur mitgeteilt, dass das Konzept so nicht passt“, berichtete der Wanger. Auch ein persönliches Treffen, um sich vorzustellen und einen Dialog führen zu können, wurde abgelehnt. Für Becker ein Rückschlag. „Es ist eine unbefriedigende Situation, die einem manchmal die Lust am Arbeiten nimmt.“

In den kommenden Tagen soll das überarbeitete Konzept noch einmal an die Regierung weitergeleitet werden. Die Beteiligten bemühten sich vor allem um die Verzahnung des bayerischen Lehrplans mit dem eigenen, „um beide Komponenten zu verbinden“. Zumindest wurde Thomas Becker von mehreren Stellen bescheinigt, „den pädagogischen Anteil nach Montessori bestens zu erfüllen“.

Da der Schule in den ersten beiden Jahren nur geringfügig Fördermittel gewährt werden, muss der Verein einen Kredit beantragen, um die Personal- und Sachkosten decken zu können. Hier hofft Becker auf die Unterstützung der Eltern in Form einer Bürgschaft. Ganz nach dem Konzept von Montessori soll kein fixer Betrag festgelegt werden, sondern: „Jeder so viel, wie er kann.“

Infoabend für Eltern

Ein Infoabend zum Schulkonzept, der Finanzierung sowie zum Aufnahmeverfahren findet am Montag, 13. März, um 19 Uhr im Gasthaus Schnaitl in Wang statt.

Anna Schledzinski

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