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Im Norden des Landkreises

Geplante Montessori-Schule: Ein neuer Standort ist in Sicht

Immer noch hat die Regierung von Oberbayern keine Genehmigung für die geplante Montessori-Schule in Wang erteilt. Reaktionen darauf bleiben nicht aus: Der Vermieter der Räumlichkeiten an der Wittibsmühle und der Schulleiter sind abgesprungen.

Wang – „Wir hoffen, dass wir noch in diesem Jahr die Genehmigung erhalten“, sagt Thomas Becker, einer der Hauptinitatoren des Schulprojekts. Momentan liegt aber noch keine vor – das „theorielastige Konzept sollen wir durch Praxisbeispiele anreichern“, erklärt Becker. Das bestätigt die Regierung von Oberbayern gegenüber dem FT: Der Nachweis für ein schlüssiges Konzept sei „noch nicht, beziehungsweise nicht in ausreichendem Maß erbracht“. Becker möchte sich aber nicht von der eigenen Marschroute und vom Lernmerkmal, der Agrarwirtschaft, abbringen lassen. „Wir wollen das Konzept schließlich auch leben.“ Grundsätzlich stehe die Regierung dem aufgeschlossen gegenüber: Allerdings sei immer noch unklar, so Sprecherin Kerstin Kerscher, wie dieser Schwerpunkt mit den Inhalten und Zielen des Lehrplans verknüpft werden soll. Es würden außerdem Erläuterungen zum zeitlichen und organisatorischen Aufbau der landwirtschaftlichen Tätigkeiten fehlen. Zudem gehe aus den vorgelegten Stundenplänen nicht hervor, „in welchen Fächern und in welchem Umfang die besondere Ausrichtung umgesetzt werden soll“.

Doch jetzt hat Becker auch noch mit anderen Problemen zu kämpfen. Dadurch, dass die Schule nicht wie geplant 2017 an den Start gehen konnte, hat der Vermieter der Räumlichkeiten an der Wittibsmühle einen Rückzieher gemacht. „Das hat uns schwer getroffen“, sagt Becker. Es sei natürlich verständlich, dass „man ein Gebäude nicht über längere Zeit leerstehen lassen kann“. Doch der Standort hätte laut Becker gut gepasst – auch im Bezug auf die Verknüpfung mit der Landwirtschaft.

Der Schulleiter hat sich aus ähnlichen Gründen verabschiedet: „Das kann man verstehen, er will ja im kommenden Jahr auch seine Familie ernähren“, erklärt der Initiator des Projekts. Für die Schule sei es natürlich schade: „Er war ja auch im inneren Zirkel bei der Konzepterstellung dabei.“

Neue Hoffnung auf eine Genehmigung wollen Becker und seine Mit-Initiatoren bei dem nächsten Beratungstermin mit der Regierung von Oberbayern schöpfen. Der ist am 28. September. Für das aktuelle Schuljahr ist es freilich zu spät – jetzt peilt man aber September 2018 als Eröffnungszeitraum an. „Wir werden unser Konzept entsprechend ergänzen – und dann werden wir sehen.“

Eine weitere Baustelle ist jetzt natürlich ein möglicher neuer Standort – und auch da hat Becker schon etwas in Aussicht. Räumlichkeiten in der Nähe von Moosburg sollen es werden. Am 25. September, nur kurz vor dem nächsten Beratungstermin bei der Regierung, nimmt man ein geeignetes Objekt in Augenschein. Wo es ist, will Becker noch nicht verraten. Aber: „Aus unserer Sicht passt das zu 100 Prozent. Es ist ein Wunschziel, keine Notlösung.“ Wichtig sei aus seiner Sicht nur, dass der Vermieter an das Projekt glaube. „Wir können nicht ein gigantisches Objekt anmieten und sofort befüllen. Aber wir wachsen schnell.“

Das zeigen auch die Anmeldezahlen, die man für 2017 zu verbuchen hatte. Rund 100 Kinder waren schon gemeldet – je länger sich die Genehmigung aber gezogen habe, desto kleiner ist der Kreis der Schüler geworden. Letztlich hätte man mit zwei Lerngruppen und rund 50 Kindern starten können – 2017 wird das aber nichts mehr. Doch, so Becker, „wir bleiben zuversichtlich, dass bald alles erledigt ist“.

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