Geplantes Windrad in Johanneck: Gemeinde bleibt beim Nein

Paunzhausen - Erneut stand das geplante Windrad in Johanneck auf der Tagesordnung des Paunzhausener Gemeinderats. Und das Gremium blieb am Donnerstagabend wiederum bei seinem Nein.

Gewaltige Rückendeckung hat der Gemeinderat in Paunzhausen mit seinem Nein zum geplanten Windrad in Johanneck: Bei der Sitzung des Gremiums am Donnerstagabend hatten sich rund 80 Windradgegner im Sitzungsaal eingefunden. Das Lanratsamt hatte die Gemeinde erneut aufgefordert, eine Stellungnahme zum immissionschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren abzugeben. Und die Behörde erhielt neuerlich eine Abfuhr: Das Gremium blieb bei seiner ablehnenden Haltung: 10:1 lautete das Votum. Nur Markus Aschauer stimmte dafür.

In der Diskussion verwies vor allem Bürgermeister Johann Daniel darauf, dass es seit dem ersten Verweigern des gemeindlichen Einvernehmens am 4. Oktober dieses Jahres (wir haben berichtet) keine neuen Gesichtspunkte gibt. Es liege, so Daniel, keine Stellungnahme der Immissionsschutzbehörde vor. Er forderte auch, die 400 Einwendungen aus der Bürgerschaft zu Lärm- und Schallimmissionen, der Erschließung, der Beteiligung der Nachbargemeinde Schweitenkirchen sowie die Stellungnahme der Träger öffentlicher Belange und anderer umzusetzen. Konrad Offenberger, Irmgard Federl und Friedrich Boos mahnten vom Landratsamt die Erfüllung der noch offenen Fragen an. Ansonsten könne man schlicht und einfach das gemeindliche Einvernehmen nicht herstellen, meinten sie unisono.

Das Landratsamt seinerseits sieht in der Weigerung Paunzhausens, das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen, eine Rechtswidrigkeit. Das würde in letzter Konsequenz aber bedeuten, dass es in eigener Verantwortung das Einvernehmen herstellen kann und somit dem Bauwerber Johann Gasteiger dasWindrad schließlich errichten kann.

Ein Windrad mögen die Gemeinderäte nicht innerhalb ihrer Gemarkung, einem möglichen Klimabündnis auf freiwilliger Basis würde die Gemeinde aber schon beitreten. Einstimmig signalisierten sie ihre Bereitschaft. Bürgermeister Johann Daniel berichtete, dass man in einem Arbeitskreis, der dann gebildet werden soll, Erfahrungen für die eigene Gemeinde in Sachen Energiesparen und Reduzierung des CO2-Austosses sammeln könne. „Das ist eine gute Sache“, sagte er. Friedrich Boos meinte, man müsse mitmachen, „weil uns die Energieproblematik auf lange Sicht begleitet. Wir sollten da dabei sein.“

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