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Begeistert waren KInder und Erwachsene von „Doctor Döblingers geschmackvollem Kasperltheater“. 

Geschmackvolles Kasperltheater am Uferlos in Freising

Schinkenbrotfalle und Schleudersitz-Automatik

Das ging ja schon gut los. Kaum hatten es sich Kinder und Eltern am Samstag am Uferlos-Festival auf den Biertischbänken im Sparkassenzelt gemütlich gemacht, wurden sie auch schon wieder verscheucht. Die Erwachsenen natürlich nur: Denn diese sollten doch augenblicklich und auf der Stelle die Stuhlreihen vorne verlassen und hinten Platz nehmen – eine Schleudersitzautomatik würde sonst auslösen. Das war eine von den vielen skurrilen Ideen, die „Doctor Döblingers geschmackvolles Kasperltheater“ so besonders machen.

Freising – „Kasperl und die Brotzeit“ hieß das Puppentheaterstück, das Josef Parzefall und Toni Frank zur Aufführung brachten: ein Schmankerl erster Güte. Die Brotzeit von Wachtmeister Wirsing wurde gestohlen. Freilich fällt der Verdacht erst einmal auf Hund Vinzenz, den der Kasperl beaufsichtigen muss, weil sein Herrchen Xaverl auf dem Oktoberfest weilt. Um den Vinzenz zu schützen, versteckt ihn Kasperl im Wald. Zauberer Gottlieb Wurst und sein Neffe sind dort ebenfalls unterwegs, um ihre Krokodildame Chantal einzufangen. Weil diese immer auf der Suche nach Fressbarem ist, tappt sie in die „Schinkenbrotfalle“, die der Kasperl gestellt hat, um die Unschuld vom Vinzenz zu beweisen.

Für die Kleinen war das alles „super“-spannend. Doch auch die Erwachsenen hatten ihre helle Freude. Denn wie gewohnt, griffen die Macher der Kasperlkomödie so manches gesellschaftliche Thema satirisch auf. Als die Kasperlfiguren den Kindern „böse und schlimme“ Wörter beibringen wollten, da schmunzelten wohl zuerst die Eltern in den hinteren Reihen. Das erste Wort war Nutella, gefolgt von Benjamin Blümchen und Lillifee: „Ganz schlimm.“

Dass die Kinder samt Eltern vor der Vorstellung noch einmal in der Nase bohren sollten, wurde kräftig beklatscht – ebenso wie der gute Rat des Herrn Wachtmeisters, den Popel dann der Mama zum Muttertag zu schenken. Zweimal war die Vorstellung am Uferlos-Festival ausverkauft. Kein Wunder – die Unterhaltung war tiefsinnig und hintersinnig.

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