Technische Hilfestellung

Gesund leben in der Schwangerschaft - mit Hilfe dieser App?

Freising - In den letzten Monaten ihrer Schwangerschaft war sie ein ständiger Begleiter für Lisa Bär: die App „Schwanger und Essen“. Als Testerin der brandneuen Software hat die 29-Jährige jetzt ein Urteil gefällt.

Für GeliS ist Lisa Bär gerade rechtzeitig schwanger geworden. GeliS ist die Abkürzung für das Kooperationsprojekt „Gesund leben in der Schwangerschaft“. 2200 werdende Mütter nehmen an der Studie teil, die die Technische Universität München-Weihenstephan und das Kompetenzzentrum für Ernährung in Freising initiiert haben. Lisa Bär ist so etwas wie die Vorzeige-Testperson für die App „Schwanger und Essen“, die im Zuge von GeliS entstanden ist. Denn als Studentin der Ernährungswissenschaften ist sie es gewohnt, einen bewussten Umgang mit dem Essen zu pflegen.

Mehrere Wochen hat die 29-Jährige die App getestet und festgestellt: Sie ist ein kompetenter Begleiter in der Schwangerschaft. Besonders gefällt Lisa Bär der Ernährungsfragebogen. „So erfahre ich jeden Abend, ob ich von allen Produktgruppen genug abbekommen habe.“ Dazu gibt es immer einen „Tipp des Tages“: ein Rezept oder einen Bewegungstipp. Denn auch darauf schaut die App: dass Schwangere sich nicht zu sehr auf dem Sofa vergraben. Neben vielen Informationen gibt es zudem eine Check-Liste: Ist die Hebamme startklar? Welches Krankenhaus soll es sein? Steht die Kliniktasche schon bereit? „Ich hab schon angefangen zu packen“, sagt Lisa Bär und lacht. „Zumindest bis zur Hälfte bin ich gekommen.“ Dank ihrer Hinweise konnten auch einige Geburtsfehler der App beseitigt werden. Inzwischen kann sie heruntergeladen werden.

Der Beweis, dass Lisa Bär von der App begeistert ist: Sie ist ihr über die Testphase hinaus treu geblieben ist. Noch immer schaut sie jeden Tag nach, wie sie sich und „der Bohne“ etwas Gutes tun kann. Die Bohne, das ist der Arbeitstitel, den sie ihrem ungeborenen Kind in der App gegeben hat. Klar, nicht jeden Moment ist es angenehm, sie in Reichweite zu wissen. Etwa, wenn eine Schwangere ungesunden Gelüsten nachgehen will. „Das ist ja auch Sinn der App: ein bisserl ein schlechtes Gewissen zu machen“, sagt Lisa Bär. Für sie kein Problem. Es hält sie nicht davon ab, hin und wieder zu sündigen. Denn selbst eine Ernährungswissenschaftlerin gerät mal in Versuchung. „Bei Schokolade werde ich schwach. Da ist der Konsum in den letzten zwei Monaten deutlich gestiegen.

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