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Gesundheitsratgeber Freising

Aktiv abnehmen: Ohne Bewegung geht's nicht

Ausreichend Bewegung gehört von Anfang an dazu, wenn die Pfunde purzeln sollen! Bewegung unterstützt sowohl das Abnehmen als auch das Gewichthalten. Hier erfahren Sie mehr darüber.

Bei der Gewichtsreduktion sollen ja schließlich die Fettpolster schmelzen und nicht die Muskeln angegriffen werden. Sport ist beim Abnehmen gerade deshalb so wichtig, weil dadurch weniger Körpereiweiß abgebaut wird, um den Kalorienbedarf zu decken. „Wer sich bewegt, bei dem geht´s schneller an die Fettreserven, so Harald Fechner, Bewegungsfachkraft bei der AOK in Freising. Auch der Sportexperte befürwortet das langsame Abnehmen mit viel Bewegung.“ Der Körper baut mehr Muskeln auf und das Gewebe wird straffer, aber das geht nicht von heute auf morgen, sondern braucht mehrere Wochen Zeit“. Daher gilt auch bei der Umstellung auf mehr Bewegung: Langsam anfangen und allmählich steigern, aber dabeibleiben. Wenn sich nach einigen Wochen ein Stillstand auf der Waage zeigt, kann dies sogar ein gutes Zeichen dafür sein, dass sich Muskeln gebildet haben und Fett abgebaut wurde. Denn Muskeln sind schwerer als Fettgewebe. „Durch Sport kann sich langfristig durch zusätzlich aufgebaute Muskulatur sogar der Kalorien-Tagesbedarf, der sogenannte Grundumsatz dauerhaft erhöhen“, ergänzt Fechner.

Richtig abnehmen: Welcher Sport ist der richtige?

Optimal für die körperliche Fitness sind drei bis vier Trainingseinheiten von 20 bis 30 Minuten pro Woche. Auf keinen Fall sollten Abnehmwillige sich und ihren Körper überfordern. Wichtig ist es, sich für eine Sportart zu entscheiden, die wirklich Spaß macht und die man so auf Dauer beibehalten will. Empfehlenswert ist laut Harald Fechner ein regelmäßiges Ausdauertraining: „Am besten eignen sich Sportarten, die möglichst viele Muskelgruppen beanspruchen, zum Beispiel Schwimmen, Walken, Joggen oder das Reaktiv Training. Aber auch Bewegung im Alltag bringt was, Treppen sind beispielsweise gute „Fitnesstrainer“.

Bewusst Genießen

Wer in seiner Freizeit Sport treibt, braucht keine spezielle Kost. Auch bei den Getränken ist man mit Apfel- oder anderen Fruchtsaftschorlen auf der sicheren Seite. „Sport kann zusätzlich zu einer gesünderen Ernährung motivieren“ sagt Edith Boiger, Ernährungsfachkraft bei der AOK in Freising, „denn wer will sich schon die mühsam abtrainierten Kalorien gleich wieder anfuttern?“ Dazu gehört auch das bewusste Genießen. Wer seinen natürlichen Mechanismus von Hunger und Sättigung beachtet, isst selten zu viel. Gerade beim Abnehmen ist es wichtig und nützlich, auf diese Zeichen zu achten, die der Körper aussendet. „Im besten Falle isst man gerade beim Abnehmen nur dann, wenn man wirklich hungrig ist – und nur so lange, bis man das erste Gefühl von Sättigung verspürt“, so Edith Boiger. Ein Signal, das anzeigt „Ich bin satt“, ist zum Beispiel die Magendehnung. Von Bedeutung ist dabei das Volumen einer Mahlzeit. Ein großer Salatteller führt leichter zur Magendehnung und macht deshalb schneller satt als ein kleiner Hamburger. Und umgekehrt gilt: wer mit Hamburgern oder Schokolade eine Magendehnung erreicht, kann vermutlich das Abnehmen vergessen. „Mit dem Verzehr großer Kalorien- und damit insbesondere beträchtlicher Fettmengen in kurzer Zeit überrennt man sozusagen seinen Sättigungsmechanismus“, so Boiger. Das heißt, auch wer sehr schnell isst, neigt stets dazu, sich zu überessen.

von Ingeborg Goss-Schwarzenberg

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