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Richtig Zähne reinigen ist gar nicht so schwer – wenn man weiß, worauf man achten sollte.

Mythen unter die Lupe genommen

Stimmt das? Neun Fakten zur Zahnpflege

Strahlend weiß, makellos geformt und gerade – so lautet die Formel für perfekte Zähne. Dabei entstammen manche Pflegetipps der Welt der Mythen. Wir haben neun unter die Lupe genommen.

  1. Nach dem Essen muss man sofort Zähne putzen.
    Muss man nicht, denn es kann sogar schädlich sein. Früchte, Fruchtsäfte oder etwa Wein verändern den pH-Wert im Mund. Der Speichel benötigt etwa eine halbe Stunde, um die Säure zu neutralisieren. Besser ist es, sich den Mund erst einmal nur mit Wasser auszuspülen und mit dem Zähneputzen eine halbe Stunde zu warten.

  2. Ein Apfel ersetzt die Zahnbürste.
    Das stimmt nicht. Äpfel sind zwar sehr gesund, doch zur Zahnpflege sind sie nicht geeignet. Das Kauen holt weder Speisereste aus den Zahnzwischenräumen noch entfernt es die Beläge. Zugleich können Äpfel den Zahnschmelz angreifen und der Fruchtzucker kann Karies fördern.

  3. Zweimal täglich drei Minuten reichen aus.
    Stimmt! Am besten putzt man zweimal täglich: nach dem Frühstück und vor dem Schlafengehen. Wichtig ist die Art der Zahnbürste – eher weich bis mittelhart – und eine fluoridierte Zahnpasta ohne Weißmacher zu verwenden. Auch die Zahnzwischenräume müssen gereinigt werden. Dafür eignen sich Zahnseide oder Interdentalbürsten, die man vor dem Putzen benutzt. Drei Minuten sind eine gute Putzzeit. Denn so lange dauert es, bis der Zahnbelag von den Zahnoberflächen entfernt ist.

  4. Tee schadet den Zähnen.
    Stimmt nicht. Schwarzer Tee kann die Zähne zwar verfärben, doch grundsätzlich weist er viele zahnfreundliche Stoffe auf. Schwarzer Tee enthält sogar Fluorid, das den Zahnschmelz härten soll. Wirklich schädlich allerdings ist gesüßter Kindertee in Nuckelflaschen. Sobald der Nachwuchs dann nuckelt, werden die Zähne mit Zuckerhaltigem umspült, und das kann eine verheerende Wirkung haben.

  5. Schlechte Zähne sind erblich.
    Das ist nicht ganz richtig. Zahnstellungen oder die Dicke des Zahnschmelzes etwa können vererbt werden. Doch dafür, dass die Zähne sauber sind und es bleiben, kann jeder etwas tun – völlig gleich, was uns die Eltern genetisch mitgegeben haben.

  6. Wer Kaugummi kaut, muss nicht so oft putzen.
    Das stimmt definitiv nicht. Kaugummikauen ist eine zusätzliche Pflegemaßnahme, vorausgesetzt, das Kaugummi ist zuckerfrei und bestenfalls sogar ein Zahnpflegekaugummi mit Xylit. Das Kauen regt den Speichelfluss an, wodurch Speisereste aus dem Mund gespült werden. Doch nur die Zahnbürste kann Zahnbeläge richtig entfernen.

  7. Jede Schwangerschaft kostet einen Zahn.
    Das muss nicht sein. Früher sagte man auch, dass die Zähne in der Schwangerschaft weicher werden, weil der Kalziumbedarf des Kindes gedeckt werden muss. Die Hormonumstellung in der Schwangerschaft wirkt sich zwar auf das Zahnfleisch aus, es ist stärker durchblutet und dadurch weicher. So können sich Bakterien besser im Zahnfleisch ansiedeln, die zu Entzündungen führen. Zugleich verändert sich die Zusammensetzung des Speichels. Doch wer seine Zähne gut pflegt, beugt vor.

  8. Milchzähnen müssen nicht geputzt werden.
    Doch, das ist sehr wichtig! Auch wenn die Milchzähne ausfallen, müssen sie gründlich gereinigt werden. Bricht das erste Zähnchen durch, sollten Eltern mindestens einmal täglich mit einer weichen, feuchten Bürste oder einem Wattestäbchen mit Kinderzahnpasta putzen. Spätestens ab dem zweiten Lebensjahr sollte die Reinigung zweimal täglich auf dem Plan stehen.

  9. Nur mit einer elektrischen Zahnbürste werden die Zähne richtig sauber.
    Stimmt nicht! Auch wer eine Handzahnbürste benutzt, kann sehr gepflegte Zähne haben. Denn es kommt nur auf die Technik an. Wer elektrisch putzt, sollte die Zahnbürste außen ansetzen und über die Kauflächen nach innen führen. Diese Bewegung mit jedem Zahn wiederholen. Die Handzahnbürste sollte man in einem 45-Grad-Winkel an den Zahnfleischsaum halten und mit rüttelnden Bewegungen und wenig Druck von Rot nach Weiß bürsten: Zuerst entlang der Außenflächen, dann der Innen- und schließlich der Kauflächen.

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