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„Getankt“ wird an der Steckdose

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Begeistert: Bürgermeister Harald Reents, Hermann Maurer (Team Bauwesen), Robert Wäger (Referent für Umwelt und Mobilität), Andreas Henze (Solarregion Freisinger Land) und Frank Zimmermann (Team Bauwesen; v. l.). Foto: ev
Begeistert: Bürgermeister Harald Reents, Hermann Maurer (Team Bauwesen), Robert Wäger (Referent für Umwelt und Mobilität), Andreas Henze (Solarregion Freisinger Land) und Frank Zimmermann (Team Bauwesen; v. l.). Foto: ev

Hallbergmoos - Die Initiative "Probezeit" geht weiter: 14 Kommunen werden auch heuer jeweils eine Woche lang Elektroautos testen. Den Anfang macht Hallbergmoos.

„Wenn es mit der Energiewende klappen soll, ist Elektromobilität ein wichtiger Lösungsansatz“, sagt Andreas Henze von der „Solarregion Freisinger Land“. Damit die Elektromobilität so richtig ins Rollen kommt, hat man die Initiative „Probezeit“ gestartet: Autohäuser stellen Kommunen eine Woche lang ihre Elektrofahrzeuge zur Verfügung. 2013 haben zehn Landkreisgemeinden Erfahrungen mit der emissionsfreien Fortbewegung gesammelt. Heuer werden, wie Henze ausführte, noch einmal 14 Städte und Gemeinden teilnehmen.

Den Auftakt macht nun Hallbergmoos: Auf dem Rathausplatz übergab Henze Bürgermeister Harald Reents und Umweltreferent Robert Wäger die Autoschlüssel für den VW „e.up“ aus dem Autohaus Christl-Schowalter. „Wir müssen mal damit anfangen“, betonte der Rathauschef mit Blick auf die von Hallbergmoos angepeilte Energieautarkie, die man bis 2030 vollzogen haben will. Nicht umsonst, sagte Reents, habe man das Referat für Umwelt auch um das Aufgabenfeld „Mobilität“ erweitert.

Während der einwöchigenTestphase können Gemeinde-Mitarbeiter den „e-up“ für Dienstfahrten nutzen: Der Viertürer wird mit einem reinen Elektromotor (kein Hybrid) betrieben, verfügt über 82 PS, Bordcomputer, Batterieanzeige und allen Annehmlichkeiten eines handelsüblichen Fahrzeugs. „Getankt“ wird an der Steckdose: Mittels eines gewöhnlichen Schuko-Steckers oder einer „Wall-Box“. Die Ladezeit beträgt sechs bis acht Stunden. Mit voller Ladung beträgt die Reichweite des Autos, das wie ein Fahrzeug mit Automatik-Getriebe gehandhabt wird, im Sommer etwa 140 Kilometer.

„Das ist für uns ein absolut adäquates Fortbewegungsmittel“, äußerte sich Bauamtsleiter Frank Zimmermann begeistert von dem E-Fahrzeug. „Für Dienstfahrten innerhalb der Gemeinde und des Landkreises ist es absolut geeignet“, so sein Fazit. Und auch der Bürgermeister zeigte sich bei der Probefahrt mit Journalisten sehr angetan: Das Auto beschleunigt unheimlich gut, ist kaum zu hören und CO2-neutral. Weil, wie Hermann Maurer (Leitung Gebäudemanagement, Mieten) wusste, die Kommune den Strom, den man fürs „Tanken“ des E-Mobils braucht, ausschließlich aus erneuerbaren Energien bezieht.

Wenn eines der vier Gemeindefahrzeuge ausgemustert wird, wird sich der Gemeinderat laut Reents überlegen müssen, ob er auf ein E-Fahrzeug umsteigt. Der Anschaffungspreis liegt bei 27 000 bis 30 000 Euro. (ev)

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