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Einige Tausend Wespen haben auf dem Speicher von Stefan Heyl in Attenkirchen dieses riesige Nest gebaut. Die Münze zeigt im vergleich die Dimensionen des Bauwerks

Entdeckung in Attenkirchen

Gigantische Wespen-Villa auf dem Dachboden

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Attenkirchen – Er war wohl länger nicht mehr auf seinem Speicher. Denn als Stefan Heyl aus Attenkirchen beim Einwintern seiner Sommersachen auf den Dachboden stieg, wurde er überrascht.

„Wespen oder Hornissen haben über den Sommer in ruhiger und ungestörter Atmosphäre ein gigantisches Natur-Bauobjekt erstellt“, berichtet der 49-Jährige. „Das Nest hat eine Größe, wie ich es noch nie gesehen habe.“ Heyl schickte dem FT ein Foto von der Wunderarchitektur, auf die er eine Münze legte – „um ein Gefühl für die Größe zu vermitteln“, wie der Attenkirchener betonte. Und um herauszufinden, welches Volk für den gigantischen Bau verantwortlich ist.

Das FT kontaktierte Josef Birgmeier vom Kreisverband der Imker und schickte ihm das Foto. Der Experte erkannte auf dem ersten Blick: „Das ist ein Wespennest.“ Und er bestätigte, dass es sich tatsächlich um einen besonders pompösen Bau handle. „Es muss ein großes Volk gewesen sein – mit einigen Tausend Wespen.“

Es war besser, dass der „Vermieter“ im Sommer nicht auf dem Dachboden war

Da war es wohl besser, dass der „Vermieter“ des Dachbodens den obersten Teil seines Hauses im Sommer gemieden hat. Jetzt ist die Gefahr hingegen verflogen. Nichts rührt sich mehr im Nest. „Durch die Minus-Grade ist der Bau offensichtlich eingestellt worden“, sagt der Attenkirchener mit einem Augenzwinkern, und Birgmeier ergänzt: „Sobald der erste Frost kommt, überlebt nur die Königin.“ Die würde sich den Winter über verkriechen. Heyl solle vorsichtshalber noch ein paar Tage warten, dann könne er das Nest aber gefahrenlos entfernen.

Im Frühjahr ist indes mit einer Rückkehr der Königin zu rechnen – zumindest dann, wenn es sich nicht um die Queen Mum der Wespen gehandelt hat, sie also noch nicht schon drei Jahre alt ist. „Wenn sie jünger ist, baut sie sich im nächsten Frühjahr wieder ein neues Volk auf“, berichtet der Imker. Dann kann Stefan Heyl mit dem nächsten Nest rechnen. Denn Wespen seien keine Nomaden, wie Birgmeier betont. „Wenn sie einen schönen Platz gefunden haben, dann bauen die da auch wieder.“

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