90 Jahre Burschenverein Zolling

Gigantischer Auftakt zum Burschen-Jubiläum

Ein grandioser Auftakt zum Gründungsfest war das für die Zollinger Burschen. Das Bierzelt war voll und von allen Seiten gab es Lob für das, was die jungen Männer da auf die Beine gestellt haben.

Zolling 90 Jahre Burschenverein Zolling – das ist schon eine Feier wert. „Schnell war klar, dass diese Aufgabe mit so einer aktiven und starken Truppe zu meistern ist“, sagte Vorsitzender Florian Höfinger bei der Auftaktveranstaltung am vergangenen Donnerstag.

Ein bisschen nervös war der Vereinschef schon, bevor er auf die Bühne ging, um das volle Bierzelt zu begrüßen. Aber die Aufregung war unbegründet. Höfinger meisterte seine Rede charmant und wie ein Profi und bekam großen Applaus dafür. Sie sind wahrlich eine starke Truppe, wenn man bedenkt, was die Burschen in den vergangenen Monaten alles geleistet haben: ein viertägiges Fest mit abwechslungsreichem Programm haben sie auf die Beine gestellt. Zum finalen Festsonntag haben sich 120 Gastvereine angekündigt.

Wie gut es im Verein funktioniert, zeigte sich einmal mehr beim Aufbau des großen Festzelts. Den haben die Burschen nämlich in Eigenregie vorgenommen, unter der Anleitung von zwei Experten. „Wir waren teilweise bis zu 60 Helfer“, berichtete Schriftführer Simon Goletz zufrieden. Da blieb dann sogar noch Zeit, spontan ein paar gestalterische Ideen umzusetzen.

Auch Höfinger betonte in seiner Rede den Generationsübergreifenden Zusammenhalt und dankte für die Unterstützung von allen Seiten – vor allem auch von den Festdamen und der Mädchengruppe. Die hatten nämlich gemeinsam mit den Burschen kräftig die Werbetrommel gerührt in den vergangenen Monaten. Von Fest zu Fest war man gezogen, hat Videos gedreht und Pressearbeit geleistet. „Und wir haben überall einen bleibenden Eindruck hinterlassen“, sagte Höfinger lachend.

Den hinterließen sie auch am Donnerstag mit guter Organisation und gelungenem Programm. Alles lief wie am Schnürchen. Bürgermeister Max Riegler zapfte pünktlich das erste Faß Bier an, der Musiverein Zolling gestaltete den Abend musikalisch. Dass der eigentlich geplante Auftritt von Minister Markus Söder ausfiel, tat dem Abend keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil. Kurzerhand hatten die Burschen aus dem politischen Abend einen Bayerischen gemacht und den EU-Abgeordneten Dr. Johann Müller-Gmeinwieser alias Georg Brandmeier, Vorsitzender des Zollinger Theatervereins, geladen.

In einer flammenden Rede schlug der Vertreter der „Front der südlichen Vereinigung“ vor, einen neuen Staat zu gründen und bat um Verständnis für Söder, der in einer tiefen Sinnkrise stecke und sich im Keller verkrieche. Und auch er lobte die „Zollinger Prachtburschen und Prachtweiber“. „Es muss einem um die Zukunft bei uns nicht bange sein.“

Da waren sich der vermeintliche EU-Politiker und der echte Zollinger Bürgermeister einig. Als Schirmherr lobte Riegler das große Engagement der jungen Leute. Es sei „sensationell“ was der Verein geleistet habe. Er betonte, wie wichtig die Grundwerte der Burschen – Glaube, Treue, Brüderlichkeit – heute seien. „In verwirrenden Zeiten ist die Rückbesinnung auf diese Werte ein Pol, an dem man sich orientieren kann.“ Einen Verein über 90 Jahre am Leben zu halten, Tradition zu pflegen und gleichzeitig moderne Strömungen aufzunehmen, erfordere den Elan der Jugend. Dass der Burschenverein diese Herausforderung geschafft habe, zeige der große Zuspruch zum Festauftakt.

Auch Festmutter Andrea Bachmaier war beeindruckt vom Anblick des vollen Zeltes. „Das sieht großartig aus von hier oben“, sagte sie lachend ins Mikro und unten jubelten die Leute. „Ich bin stolz auf euch“, sagte sie herzlich. Und den Burschen stand die Freude ins Gesicht geschrieben.  cb

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