CSU glaubt an den direkten Weg

Neufahrn - Die CSU hält an ihrer Idee, eine neue Verbindungsstraße von Mintraching nach Giggenhausen zu bauen, fest - auf Betreiben der Gemeinde, aber mit der Hoffnung auf bis zu 90 Prozent Zuschüsse. Feste Zusagen dafür gibt es nicht. Das Motto: Was nicht ist, kann ja noch werden.

Die Begeisterung hielt sich in Grenzen im Gemeinderat. Der Vorschlag der CSU, die Baulast für eine 4,6 Millionen teure Gemeindeverbindungsstraße zu übernehmen, stieß auf Kritik. Es gab die Befürchtung, dass man am Ende auf Kosten in Höhe von einer Millionen Euro sitzenbleibe. Trotz der vom Ministerium zugesagten „wohlwollenden Prüfung“ eines Zuschussantrages.

Hintergrund ist die im Zuge der Neufahrner Kurve von der Bahn geplante neue Wegeführung der Straße. Dass es sich bei der CSU-Variante nur um Interessen von Landwirten dreht, weisen Gemeinderat Josef Holzner und Neufahrns Vize-Bürgermeister Hans Mayer weit von sich. Ihrer Meinung nach handelt es sich bei dem Vorhaben um den Erhalt einer Verbindungsstraße von erheblicher Bedeutung, wie sie jetzt gegenüber dem Tagblatt deutlich machten. „Das rührt von einem Zitat von Ex-Wirtschaftsminister Zeil her, der gesagt haben soll, das Projekt würde nur von ein paar Bauern aufgehalten“, stellte Mayer klar. „Die Gemeinde hat einmal 300 Fahrzeuge am Tag gezählt, de facto sind es mehr“, sagte Holzner zur Frequenz der jetzigen Straße (grüne Linienführung). Die soll nun eine Umleitung erfahren (gelbe Linie). Der Umweg im Vergleich zur aktuellen Situation beträgt etwa zwei Kilometer. Eine Strecke, die Holzner den Bürgern gerne ersparen würde. Noch dazu sieht er das Problem von fünf Ampeln, die es im Falle der von der Bahn vorgesehenen Lösung zu koordinieren gelte. Geschätzte Kosten: insgesamt 500 000 Euro.

Die CSU macht sich indes dafür stark, einen bestehenden Feldweg auszubauen und dann eine „Abkürzung“ zu nehmen (schwarze Markierung) - inklusive einer Autobahnunterführung. Das alles hat man bereits im Ministerium erörtert. Dabei kamen auch besagte 4,6 Millionen Euro zur Sprache. Und es gab die ebenfalls schon erwähnte umstrittene Zusage.

Nach Lesart von Holzner bedeutet „eine wohlwollende Prüfung, dass man was kriegt“. 80 Prozent gibt es seiner Einschätzung nach auf jeden Fall. Weitere zehn Prozent könnten aus dem Finanzausgleich kommen. Bliebe noch eine halbe Millionen für die Gemeinde. „Das Problem ist, die Gemeinde muss sich bald damit beschäftigen. Wenn die mal angefangen haben mit dem Bauen, dann kann es schnell zu spät sein“, warnt Holzner.

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