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Die Überraschung war gelungen: OB Tobias Eschenbacher (l.) überreichte dem Jubilar Bernhard Haßlberger bei dessen Geburtstagsempfang die Goldene Bürgermedaille. 

Goldene Bürgermedaille für Weihbischof Bernhard Hasslberger

Ein Seelsorger „inmitten des Volkes“

Freising - Für Weihbischof Bernhard Haßlberger war es ein ganz besonderes Geschenk: Zu seinem 70. Geburtstag wurde der beliebte Geistliche am Sonntag mit der Bürgermedaille in Gold ausgezeichnet.

Ein Zeichen der Wertschätzung für die herausragenden Verdienste um die Stadt Freising, betonte Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher. Nach einem festlichen Gottesdienst im Mariendom begleitete die „Rauschberger Blasmusik“ den gebürtigen Ruhpoldinger zum Empfang in den Renaissance Hof des Kardinal Döpfner Hauses.

„Inmitten des Volkes“ zu sein, das sei stets sein Selbstverständnis gewesen. Nur wer den Menschen auf Augenhöhe begegne könne authentisch aufgreifen, was die Menschen bewege. Eschenbacher sprach damit die stets klare Positionierung Haßlbergers gegen die Dritte Startbahn an. Seit zehn Jahren begleite der Würdenträger die Schweigemärsche der Aktion „Lichterzeichen“.

Auf Diözesanebene habe er sich dafür eingesetzt, dass die katholische Kirche keine Grundstücke verkaufe, die im Bereich der geplanten 3. Start- und Landebahn des Flughafen Münchens lägen.

Haßlberger wurde 1977 im Freisinger Mariendom zum Priester geweiht. Von 1987 bis 1994 war er Direktor des Kardinal-Döpfner-Hauses und Rektor der Domkirche. Die Bischofsweihe erhielt er am 29. Juni 1994, ebenfalls in Freising, von Kardinal Friedrich Wetter. „Seit dieser Zeit, bist Du unser Weihbischof“ wandte sich Eschenbacher an den Geistlichen. Der OB würdigte auch den Beitrag Haßlbergers zum guten Miteinander der Städtepartnerschaften, für die er 2012 bereits die Partnerschaftsmedaille in Bronze verliehen bekommen habe.

Dass er mittlerweile in Freising „dahoam“ sei, daraus hat Haßlberger nie ein Hehl gemacht. Die Domstadt sei ihm zur zweiten Heimat geworden. „Überall da, wo einem die Menschen gewogen sind, ist man zu Hause“, betonte der Weihbischof. Eine Abordnung aus der Gemeinde Ruhpolding im Landkreis Traunstein ließ es sich selbstverständlich nicht nehmen, an die „Wurzeln“ des geistlichen Würdenträgers zu erinnern. Bernhard Haßlberger habe seine „musikalische Grundausbildung“ bei der Blasmusikgruppe D’Rauschberger Zell Ruhpolding“ erhalten. „Und wenn das mit der Berufung nicht gekommen wäre, wäre er bei uns ein Musikant geblieben, sagte Bürgermeister Claus Pichler.

„Um die Wurst“ ging es, als der neue Domrektor Marc-Aeilko Aris anschließend die Glückwünsche von Dommusik und -chor übermittelte. Für jedes Jahr, in dem „Gutes“ getan worden sei, wolle man etwas „G’schmackiges“ überreichen. Aneinandergereiht durfte Haßlberger somit eine lange Stange mit 70 deftigen Salamiringen in Empfang nehmen. „Die nächsten drei Wochen auf Reha zum Essen gehen“, das sei jetzt die einzige Möglichkeit, die vielen guten Geburtstagsgeschenke zu genießen, sagte Haßlberger und lachte. Gerührt bemerkte er: „Eigentlich bin ich überrascht.“ Er glaube nicht, die hohe Auszeichnung der Bürgermedaille in Gold verdient zu haben. „Freuen tu ich mich aber trotzdem darüber“, meinte er. Maria Martin

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