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Entwarnung nach Großeinsatz: Ein qualmender Fernseher hat am Dienstagabend ein Großaufgebot an Feuerwehr- und Rettungskräften zum Anneliese-Schweinberger-Wohnheim der Lebenshilfe in Moosburg eilen lassen. Die betroffenen Bewohner wurden evakuiert, es gab keine Verletzten. Das defekte Gerät wurde entfernt.

Evakuierung wegen qualmendem Fernseher

Moosburg: Großalarm in Lebenshilfe-Wohnheim

Moosburg - Nach einem Notruf aus dem Moosburger Anneliese-Schweinberger-Haus sind am Dienstag weit über 100 Rettungskräfte zum Wohnheim für Menschen mit Behinderung geeilt. Vor Ort konnte jedoch schnell Entwarnung gegeben werden:

Dass der Ernstfall so schnell eintreten würde, hätte sich im Moosburger Anneliese-Schweinberger-Haus für Menschen mit Behinderung niemand träumen lassen: Noch am Montag wurde in der Lebenshilfe-Einrichtung geprobt, wie die Bewohner im Falle eines Feuers evakuiert werden müssen. Nicht einmal 24 Stunden später kam es zu solch einem Vorfall.

Maren Zimny, seit sieben Jahren Heilerziehungspflegerin, hatte an der Übung nicht teilgenommen – sie wusste dennoch, was zu tun ist. Es ist 19.40 Uhr, als sie im zweiten Stock das Zimmer eines 73-jährigen Bewohners betritt, die Abendpflege steht an. Doch dazu kommt es nicht, denn über dem ausgeschalteten Fernseher des 73-Jährigen steigt eine Rauchsäule auf. Zimny handelt sofort: Sie steckt das Gerät aus, bringt den Mann in Sicherheit und schließt alle Fenster und Türen. Während eine Kollegin die Feuerwehr alarmiert, werden alle sieben Bewohner der betroffenen Gruppe evakuiert.

Als die Meldung „starke Rauchentwicklung – vermutlich Brand“ bei den Rettungskräften eintrifft, gehen die auf Nummer sicher und lösen Großalarm aus. Aus Moosburg eilen sechs Löschzüge in die Neustadt, weitere Besatzungen werden aus Thonstetten, Pfrombach/Aich, Wang und sogar Landshut-Achdorf angefordert. Auch beim BRK schrillt der Alarm, dort werden vorsichtshalber rund 100 Einsatzkräfte aus den Landkreisen Freising und Landshut zusammengezogen und zum Wohnheim beordert. Sogar vier Rettungshubschrauber nehmen Kurs auf Moosburg. Ein Teil der Fahrzeuge bezieht Bereitschaftsstellung in der näheren Umgebung, um den ersten Kräften vor Ort Handlungsspielraum zu geben. Doch viele Blaulichter können bereits auf der Anfahrt nach Moosburg wieder ausgeschaltet werden – die Situation ist schnell unter Kontrolle.

„Wir haben unsere Leute mit Atemschutz reingeschickt, den Fernseher ins Freie getragen und das Zimmer gelüftet. Alle Heimbewohner waren bereits vorbildlich von den Betreuern in Sicherheit gebracht worden“, berichtet Moosburgs Feuerwehrkommandant Josef Schwertl dem FT. Auch der organisatorische Einsatzleiter des BRK, Rainer Irlbauer, war voll des Lobes für das Personal der Lebenshilfe: „Das Krisenmanagement im Haus hat wirklich gut funktioniert, niemand musste ins Krankenhaus.“ Einige Bewohner seien zwar nervös gewesen, „manche haben sich aber auch über die vielen Blaulichter gefreut“, sagt Irlbauer.

Gegen 20.30 Uhr setzt der letzte Sanka seine Rückfahrt zur Wache an. Der Schaden beschränkt sich laut Feuerwehr auf den kaputten Fernseher. Josef Schwertl: „Eventuell muss auch das verqualmte Zimmer frisch geweißelt werden.“ Die Ursache des Qualms war ein technischer Defekt.

Armin Forster

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