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Kleinkunst? Personell und musikalisch war das eher große Kunst, was da im Furtner zu sehen war: Die Big Band der TU München und das Jazz Projekt waren im Nebenraum der Kneipe zu Gast. 

Semesterabschlusskonzert 

Große Kunst statt Kleinkunst im Furtner

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Eigentlich ist der Nebenraum des Furtnerbräu ideal für Kleinkunst. Eigentlich. Am Donnerstag war das anders. Da war es nicht nur große Kunst, sondern auch eine Big Band, die auf der Bühne stand und das Publikum bestens unterhielt.

Freising– Die Big Band der Technischen Universität München und das Jazz Projekt sorgten im kleinen Raum dafür, dass die Zuhörer große Ohren bekamen. Titel des Semesterabschlusskonzerts: „Have a big ear“.

Es ist eine besondere Atmosphäre: Gemütlich ist es, klein und familiär, es ist so gar nicht das Ambiente, in dem man den Auftritt einer Big Band erwartet. Doch gerade das macht es aus: Die Big Band der TUM hat sich auf der Bühne positioniert. Dass Dirigent Karl Muskini auf einem Augustiner-Bierkasten steht, um von den Musikern besser gesehen zu werden, ist sinnbildlich für einen Auftritt der besonderen Art. Es geht locker, lässig und lustig zu, Muskini verströmt bei der Ankündigung der Lieder ruhigen Charme und hintergründigen Humor. Doch das täuscht: Musikalisch nehmen es die beiden Formationen nicht locker und lustig. Was die Combos zu bieten haben, ist Swing, Soul und Jazz von hoher Güte, stets auf der Höhe des Geschehens, technisch gut und trotzdem von der angenehmen Leichtigkeit, die man an dem Sound merkt. Die Solisten sind hörenswert, die Einsätze extrem exakt.

„Es geht los!“, ruft Muskini vom Bierkasten aus dem Publikum zu, es folgt „Just friends“. Posaune, so erzählt Muskini mittendrin, sei ein tolles Instrument: Wenn man das lerne, habe man plötzlich ganz andere Probleme als die mit dem Chef oder der Familie, witzelt er, nachdem die „Hymne für das Huhn“ angekündigt hat: „Chicken“, ein Big Band-Song, solle daran erinnern, dass das Durchschnitsshuhn 21 Tage alt wird, man aber trotzdem Hühnchen essen könne und dürfe. Späße und Witze des Bandleaders sorgen für gute Stimmung, für ein gutes Konzert zum Semesterabschluss sorgen aber schon die Musiker – auch bei einem der kitschigsten Songs überhaupt: „A merry little Christmas“.

Die Big Band, das Jazz Projekt und dann wieder die Bigband – das ist die Abfolge an diesem mitreißenden Abend voller Energie, Swing, Humor und Lebensfreude. Einfach big eben.

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