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Grüne: Lieber zu Seehofer als in den Kreistag

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Freising - Wenn Ministerpräsident Horst Seehofer am Donnerstag in Attaching die Sorgen und Ängste der Bürger „live“ erfährt, wenn er sich ab 13 Uhr ein Bild von der Situation dort macht, wo eine dritte Startbahn die einschneidendsten Folgen hätte, dann wird im Landratsamt der Kreistag zu seiner Sitzung zusammentreten. Der Kreisausschuss hatte einen Dringlichkeitsantrag der Grünen, die Sitzung auf 15.30 Uhr zu verlegen, abgelehnt.

Doch ganz sicher werden am Donnerstag nicht 70 Kreisräte und Landrat Josef Hauner tagen. Denn die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen wird ab 13 Uhr in Attaching dabei sein: „Die Entscheidungsfindung des Ministerpräsidenten zur 3. Startbahn geht in die finale Phase und daher werden wir zu diesem äußerst wichtigen Termin an der Seite der Bürgerinnen und Bürger stehen“, teilte nun Fraktionschefin Claudia Bosse mit. Lediglich diejenigen Kreisräte der Grünen, die Mitglieder des Schulausschusses sind, werden um 14.15 Uhr pünktlich im Sitzungssaal des Landratsamtes erscheinen, weil es dann um den Neubau der Realschule Freising geht.

Die Entscheidung, die Kreistagssitzung nicht zu verlegen, kommentiert Bosse so: „Es ist uns unverständlich und wir bedauern es sehr, dass eine Verlegung des Sitzungsbeginns trotz dieses Sonderereignisses keine Mehrheit gefunden hat.“

Die Gefahr, dass der Kreistag am Donnerstag wegen zu geringer Teilnahme nicht beschlussfähig sein könnte, besteht wohl nicht: Zwar wird CSU-Fraktionschef Florian Herrmann nicht an der Sitzung teilnehmen, in Attaching wird er aber auch nicht sein. Grund: Im Untersuchungsausschuss des Landtages sei seine Anwesenheit „zwingend erforderlich“, sagte er. Die meisten CSU-Kreisräte dürften wohl nach seinem Kenntnisstand an der Kreistagssitzung teilnehmen. Eine „Direktive“ gebe es nicht, jeder CSU-Kreisrat könne selbst entscheiden, betont Herrmann.

Und so ist das auch bei den Freien Wählern: Benno Zierer wird zwar in Attaching vor Ort sein, weiß aber, dass viele FW-Kreisräte den Termin im Landratsamt wahrnehmen.

In einem sind sich Herrmann und Zierer einig: Der Besuch Seehofers in Attaching sei in erster Linie dafür da, dass die Bürger mit dem Ministerpräsidenten ins Gespräch kommen können, nicht dafür, „dass sich die Politiker in den Vordergrund drängen“, so Zierer.

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