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Der Grund für die Bauchschmerzen von Neufahrner Gemeinderäten: die Baustelle für die Grundschule II.

Kontrollausschuss

Grundschule II: Bohrende Fragen zur Baustelle in Neufahrn

Neufahrn - „Es tut sich durchaus Vieles.“ Mit diesen Worten begann Anita Schinko vom Projektsteuerungsbüro Drees & Sommer ihren Bericht im eigens eingerichteten Ausschuss für den Bau der Grundschule II. Der bereitet weiterhin Probleme.

Die Frau ist nicht zu beneiden. Regelmäßig steht Anita Schinko Rede und Antwort im Grundschulausschuss. Immer wieder muss sie zu den Schwierigkeiten auf der Baustelle bohrende Fragen beantworten. Vor allem wegen des Vermessungsfehlers, der dazu geführt hat, dass das Gebäude nun einen halben Meter tiefer liegt als geplant. Das hatte nicht nur zu Bauverzögerungen geführt, sondern auch zu Kostensteigerungen. Laut Schinko ist die Summe der Mehrkosten, die durch diesen Fauxpas entstanden sind, auf 950 000 Euro angestiegen. Ein Versicherungsschaden zwar, aber auch einer, über den zu verhandeln sein wird, wie sich in einer der vorangegangen Sitzungen herausstellte. Schinko zufolge will man bei der Versicherung jetzt auch einen bei Baubeginn aufgetretenen Grundwasserschaden geltend machen. Denn es könnte sein, dass der Vermessungsfehler auch hierbei eine Rolle gespielt hat.

Aktuell sieht sich das Projektsteuerungsbüro mit der Kündigung einer für die Bodenbeschichtung verantwortlichen Firma konfrontiert, wie Schinko im Ausschuss berichtete. „Aber wir hoffen, dass wir sie wieder einfangen könne.“ Dass das womöglich wieder Geld kosten wird, verhehlte sie nicht. Auf jeden Fall sei Verhandlungsgeschick gefragt. „Wir sind im Endeffekt auf die Mitarbeit der Firmen angewiesen“, machte die Vertreterin der Projektsteuerungsbüros deutlich. Für den Baufortschritt sei eine Terminierung der Bodenlegearbeiten dringend erforderlich.

Hans Mayer (CSU) verlangte nach „einer tabellarischen Aufstellung“ aller Gewerke und ihrer Fertigstellungstermine, um sich einen Überblick verschaffen zu können. Dass Schinko zufolge bislang nur 8,9 Millionen Euro bezahlt sind – gerade mal etwas mehr als die Hälfte der Bausumme in Höhe von 17,8 Millionen – das bereitete Norbert Manhart (Grüne) erklärtermaßen „Bauchschmerzen“. Schinko räumte ein, dass noch viele Rechnungen ausstünden – aus Sicht von Manhart „ein Riesenunsicherheitsfaktor“.

Verständlich, denn Befürchtungen, wonach das dicke Ende noch nachkommen und der Bau der Grundschule II am Ende noch teurer kommen könnte, war mit der Grund für die Einführung des Ausschusses. Aber für eine Bilanz ist es viel zu früh, wie Schinko betonte: „Es liegt noch keine einzige Schlussrechnung vor.“ Nicht mal von Firmen, die ihre Arbeiten schon beendet hätten.

Alexander Fischer

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