Begeistert vom Benimmkurs an der Volkschule Neustift zeigten sich (hinten v. l.) Schulleiter Wolfgang Anzinger sowie Bruno Geßele und Prof Dr. Florian Zeller. Foto: lehmann

Gutes Benehmen kann man lernen

Freising - Was ist gutes Benehmen? Diese Frage beantwortet ein Benimmkurs an der Volksschule Neustift. Und den finanziert der Rotaryclub, dessen Mitglieder jetzt auf Inspektionstour waren.

Bruno Geßele und Florian Zeller vom Rotary-Club Freising, der mit rund 1600 Euro den Kurs sponsert, saßen vor Benimm-Trainerin Cordula Müller in den Schulbänken. „Wir sind eine Erziehungsschule“, hatte Rektor Wolfgang Anzinger zur Begrüßung der beiden hohen Gäste und der 20 „Benimm“-Schüler gesagt.

Mit dem Kurs, der seit Januar läuft und bis zum Ende des Schuljahres dauern wird, wolle man das verbessern, was im Pädagogendeutsch „Ausbildungsreife“ heißt. Entwickelt wurde das Anti-Blamier-Programm, von dem jetzt 20 Sechstklässler in Neustift profitieren, von Inge Wolff, der Vorsitzenden des Arbeitskreises Umgangsformen International (AUI). „Frau Müller“, wie die Schüler ihren Coach höflich nennen, hat als ADTV-Tanzlehrerin in Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium eine Ausbildung zur Benimm-Trainerin absolviert. Und so steht sie jetzt vor den Kids, mit denen sie manchmal alle Hände voll zu tun hat, um sie 90 Minuten bei der „Knigge-Stange“ zu halten. Doch es bleibt viel hängen, die Anstrengungen lohnen sich.

Nina liest zum Beispiel vor, was sie schon alles zu den Themen Toleranz und Achtung gelernt hat, erklärt auch, wieso es besser sei, seinem Gegenüber eine gewisse Wertschätzung zu erweisen. Dass man die allseits beliebten Käppis absetzt, dass man Fingernägel nicht in der Öffentlichkeit putzt und sich bei Tisch nicht die Haare kämmt – auch das ist bei den Kids inzwischen angekommen. Zu jedem Lebensbereich gibt’s dann auch noch extra Joker-Tipps.

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