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Rock am Bad

Anheizen und Abkühlen

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Das Wasser war frisch eingelassen, die Bands waren alle da, viele Zuhörer waren gekommen. Was nicht da war und was auch keinem fehlte, waren die Mücken. Rock am Bad in Marchenbach – das Festival mit dem ganz besonderen Flair.

Marchenbach – Und wieder waren es einige Kubikmeter Holz, die in den späteren Abendstunden die Zuhörer wärmten, die für Lagerfeuerromantik sorgten und dem Rock-Open Air eine außergewöhnliche Atmosphäre verliehen. Zum neunten Mal hieß es Rock am Bad, zum neunten Mal wurde aus dem Jugendzeltplatz bei Marchenbach ein Festivalgelände, zum neunten Mal konnte kommen und gehen, wer wollte, ohne auch nur einen Cent Eintritt zu bezahlen.

Geschätzte 14 Grad Celsius hatte das Wasser, das man noch kurz vorher frisch in den kleinen künstlichen Weiher eingelassen hatte. Baden – das war also etwas für ganz Harte, für Gestählte. Oder für die, die am Samstagvormittag wieder frisch werden wollten. Denn traditionell sind es zwei Abende, an denen bei Marchenbach der Rockmusik die Bühne gehört.

International ging es am Freitag los mit Stonetree, einem Trio aus Oberösterreich. In klassischer und puristischer Rock-Besetzung wiesen sie als Opener den Weg. Nach ihnen gleich das nächste Trio: Das Marc Dorendorf Trio bot gitarrenlastigen Rock vom Feinsten – zwischen Jimi Hendrix und Cream. Zu dieser Zeit hatte sich das Festivalgelände auch schon gut gefüllt, prasselte zwischen Bühne und Verpflegungszelt das große Lagerfeuer.

Den Abschluss des Freitags bildete The Anderton Experience – zum dritten Mal an diesem Abend satter Rocksound. Und zum dritten Mal ein Trio, das auf dem inzwischen still daliegenden Weiher mit Drums und Bässen kleine Wellen kräuseln ließ. Danach legte sich Ruhe über die Wasserfläche. Das gute Dutzend Camper verkroch sich allmählich in die Zelte und Wohnmobile.

Am frühen Samstagabend waren dann alle wieder frisch für den zweiten Tag von Rock am Bad. Den eröffnete eine Formation, die in Freisinger Landen inzwischen für guten, echten, harten Rock’n’Roll, für coole Coversongs bekannt ist und nicht zum ersten Mal die Besucher von Rock am Bad in die richtige Festival-Stimmung versetzte: De Andern. Mit einer Combo aus der Oberpfalz ging es weiter: Nicht die Regensburger Domspatzen, die dann doch etwas fehl am Platze gewesen wären. Nein, die Regensburger Streunenden Spatzen, die Strayin’ Sparrows, rockten das Gelände mit einer leicht psychedelischen Note. Zum Schluss kletterten Urgesteine der hiesigen Rockszene auf die Bühne: Midlife or Crisis? – seit einem Vierteljahrundert, und auch am Samstag in Marchenbach, Garanten für ehrlichen und erdigen Rock.

Wie viele Veggieburger und Steaksemmeln an jenen beiden Tagen den Grill verlassen haben, wieviele Flaschen Bier, Hugos oder Kaffees über den Tresen wanderten, war schwer zu schätzen.

Was man nach diesem Wochenende aber ganz sicher wusste: 2018 wird es Rock am Bad bei Marchenbach wieder geben. Und dann feiert man den ersten runden Geburtstag. Wieder am kühlen Weiher, wieder am wärmenden Lagerfeuer, wieder mit vielen Bands und Rock’n’Roll, vielleicht ohne Mücken, aber auf jeden Fall ohne Eintritt.

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