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Die Gebühren für die Wasserversorgung werden angehoben.

„Moderate“ Erhöhung

Bürger müssen tiefer in die Tasche greifen: Wasser wird ab 2020 teurer

Die Bürger, deren Gemeinden von der Baumgartner Gruppe versorgt werden, müssen nächstes Jahr tiefer in die Tasche greifen: Die Gebühren für die Wasserversorgung werden angehoben.

Haag – Ein Hauptleitungsnetz von 190 Kilometern wird vom Wasserzweckverband Baumgartner Gruppe in neun Gemeinden im nördlichen Landkreis unterhalten. Dafür muss viel Geld aufgewendet werden. Bei der Verbandsversammlung am Mittwoch im Haager Rathauses wurde die neue Gebührenkalkulation vorgestellt.

Viele Faktoren fließen in die Berechnung ein

Erst vor kurzem habe es eine Fusion mit der Gemeinde Nandlstadt gegeben, deren Ortskern zukünftig von der Baumgartner Gruppe versorgt werde, erläuterte Vorsitzender Anton Geier. Hauptaufgabe sei es, die Wasserversorgung hinsichtlich Qualität und Quantität sicherzustellen. Die neue Gebührenkalkulation wurde von einem externen Sachverständigenbüro erstellt. Personalkosten, Ankauf von Frischwasser und Instandhaltungskosten seien in die Berechnung eingeflossen, erläuterte Bettina Radlbeck. Leitungserneuerungen wurden im vergangenen Jahr im Bereich der Ortsteile Aiglsdorf, Figlsdorf und Plörnbach durchgeführt, Neuverlegung am Tölzkirchener Feld in Baumgarten.

„Moderate“ Preiserhöhung

Mit dem Anstieg der Betriebskosten müssten auch die Gebühren für die Wasserversorgung angehoben werden, erläuterte Radlbeck. Um kostendeckend arbeiten zu können, werde man die Verbrauchsgebühr für einen Kubikmeter Wasser von bisher 1,48 Euro auf 1,56 Euro anheben. Die Erhöhung um acht Cent pro Kubikmeter sei eine „moderate“ Preiserhöhung, meinte Vorsitzender Anton Geier. Für eine dreiköpfige Familie bedeute das im Versorgungsgebiet des Wasserzweckverbands einen Preisanstieg von 3,5 Prozent. Die neuen Gebühren gelten ab 1. Januar für einen Zeitraum von vier Jahren.

Ab 1. Mai wird der Zweckverband mit einem verkleinerten Gremium arbeiten. Waren es bisher 44 Räte, so wird es ab 2020 noch rund die Hälfte sein.

Maria Martin

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