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Zum Feuerwehr- und Schützenheim marschierten die Floriansjünger mit den Abordnungen der Vereine nach dem Festgottesdienst.

Doppelte Segnung in Inkofen

Ein Haus, ein Auto, ein Fest

Einen doppelten Grund zur Freude hatten die Feuerwehrleute aus Inkofen am Sonntag. Gefeiert wurde nicht nur die Anschaffung des neuen Feuerwehr-Fahrzeugs, sondern gleichzeitig die Fertigstellung des Erweiterungsbaus des Feuerwehr- und Schützenheims mit neuer Terrasse, das jetzt barrierefrei begehbar ist.

InkofenPater Ignatius Kullu segnete nicht nur das neue Fahrzeug der FFW Inkofen, sondern auch den Erweiterungsbau, der von den Floriansjüngern in Eigenregie erstellt worden ist. Fast das ganze Dorf kam zu der großen Feier, die mit einem Festgottesdienst in der St. Michaels-Kirche ihren Auftakt nahm. In einer langen Prozession zogen die Feuerwehrleute zusammen mit den Abordnungen der Ortsvereine vom Gotteshaus zum Feuerwehr- und Schützenhaus, wo die weltlichen Feierlichkeiten ihren Lauf nahmen. Den Marsch dazu blies den Feuerwehrleuten die Ampertaler Blasmusik.

Haags Bürgermeister Anton Geier erinnerte an das komplizierte Genehmigungsverfahren und merkte an, dass mit dieser Einweihung zwei Dinge in Erfüllung gehen würden. Die Feuerwehrleute hätten das Feuerwehr- und Schützenheim selbst behindertengerecht gestaltet und mit einer neuen Terrasse verschönert. „Ihr habt viel Zeit geopfert für die Zukunft unserer Gemeinde“, lobte der Bürgermeister. Er selbst hatte ursprünglich eine Fertiggarage als billige Ausführung ins Auge gefasst. Nachdem er aber den Enthusiasmus der Floriansjünger erlebt habe, sei er mit dem Umbau in Eigenregie auch von Seiten der Gemeinde einverstanden gewesen.

Der Anschaffung des Feuerwehrautos seien ausführliche Diskussionen vorausgegangen, sagte Geier. Am Ende habe man sich dazu entschließen können, zwei gleiche Fahrzeuge für die Inkofener und die Plörnbacher Wehr zum Preis von je 180 000 Euro zu kaufen. Das sei keine Kleinigkeit für die Gemeinde gewesen, auch wenn je Fahrzeug 45 000 Euro an Zuschüssen zu erwarten gewesen seien. „Nun seid ihr für Brandeinsätze und für technische Hilfeleistungen bestens ausgestattet“, bemerkte Geier. Damit der Dieselmotor allzeit gut mit Öl versorgt ist, überreichte er dem Kommandanten symbolisch ein kleines Fassl Motoröl.

Kommandant Christian Reinhardt lobte das bemerkenswerte Engagement seiner starken Truppe, auf die das Dorf stolz sein könne. Er dankte gleichzeitig dem Gemeindechef und den Gemeinderäten sowie dem Ehrenmitglied Max Mühlberger, der die Feuerwehr in früherer Zeit sicher geführt habe. Großes Lob ging an Jürgen Silberbauer, der seinerzeit die Ausschreibung der Fahrzeuge durchgeführt hatte.

Viel Arbeit, die sich ausgezahlt hat

FFW-Vorsitzender Johann Sellmaier erinnerte an die mühevollen Eigenleistungen beim Anbau und dankte besonders der Firma Meier für ihre Unterstützung und Beratung beim Umbau des Gebäudes. Kreisbrandrat Manfred Danner überbrachte die Glückwünsche der Kreisbrandinspektion, und Hausherr sowie Vereinsvorsitzender Peter Rathspieler gratulierte im Namen der Schloss-Schützen.

Bei der Segnung ging Pater Ignatius Kullu auf die zerstörerische Gewalt des Feuers ein, das sogar Erz zum Schmelzen bringen könne. Er erbat die Hilfe und den Schutz des Heiligen Florian für die Feuerwehr.

Wolfram Riedel

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