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Abgeschottet vom Ortskern fühlen sich die Bürger der Haager Ring- und Drosselstraße. Sie bitten um einen Fußweg ins Zentrum – vor allem zur Sicherheit ihrer Kinder.

Anwohner bitten um  Fußweg zur Ortsmitte

Weiter warten auf die Anbindung

Haag - Für die Bewohner des Neubaugebietes an der Ringstraße ist sie überfällig: die fußläufige Anbindung zum Ortskern an der Freisinger Straße. Gerade für die Sicherheit der Kinder sei ein solcher Fußweg dringend nötig, äußerten die Anwohner jüngst in einem Schreiben an Bürgermeister Anton Geier.

28 Unterschriften aus dem Bereich der Ringstraße und der Drosselstraße lägen vor, berichtete der Gemeindechef in der Gemeinderatssitzung am Dienstag. „Wir wollen einen Weg – von der Ringstraße entlang der Bahnschiene zum Alleeparkplatz. Denn die Sicherheit unserer Kinder geht vor!“, so laute der Titel der Unterschriftenliste. Doch eine Realisierung des Weges werde wohl noch etwas auf sich warten lassen, gab Geier zu bedenken. Vor drei Jahren war auf dem Grundstück unterhalb des Café Ampertal – dort wo früher der so genannte „Hilz-Block“ gestanden hatte, ein kleines Baugebiet ausgewiesen worden. Ursprünglich sei angedacht gewesen, die Ringstraße weiter zu führen und auf Höhe des Alleeparkplatzes wieder in die Freisinger Straße münden zu lassen. „Wie das der Name der Straße schon sagt“, so Geier. Doch entsprechender Grunderwerbsverhandlungen seien bisher stets gescheitert. Und so müssen die Familien nun einen längeren Fußmarsch über die Drosselstraße auf sich nehmen, um die Kinder zur Schule oder zum Kindergarten zu bringen.

 Allerdings ist das Thema einer fußläufigen Anbindung an den Ortskern nicht vom Tisch. Die Gemeinde konnte vor kurzem ein Grundstück westlich der Haager Schlossallee erwerben.  Mit dessen vorgesehener Überplanung sei auch ein entsprechender Fußweg angedacht, sagte Geier. Jetzt im Hau-Ruck-Verfahren einen befestigten Weg einzurichten, das wäre nicht die richtige Lösung, waren sich die Räte einig. Die Gemeinde stehe ja in der Verkehrssicherungspflicht. Und mit einer Bauleitplanung, wie sie demnächst anstehe, würde diese dann erfüllt werden. Bis dahin müssten die Familien noch Geduld haben“, bat Geier. Und möglicherweise weiterhin einen verwilderten „Trampfelpfad“ benützen, bei dem „links und rechts die Brennesseln reinhängen“, wie Gemeinderätin Petra Michels berichtete, die vor kurzem den unbefestigten Trampelpfad getestet hatte. Denn die Gemeinderäte stimmten einstimmig dafür, sich „zu gegebener Zeit mit der Thematik einer solchen fußläufigen Anbindung auseinander zu setzen und nach Abwägung aller Gesichtspunkte dann eine Entscheidung zu treffen“, wie dies im Beschlussvorschlag zu dem Antrag formuliert worden war.

Maria Martin

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