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Die Graf-Lodron-Schützen sind endlich angekommen

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Lange waren sie heimatlos. Jetzt sind die Graf-Lodron-Schützen endlich angekommen - nach einem schweißtreibenden Umzug am Freitag.

Haag – Die Mitglieder der Graf-Lodron-Schützen sind das Umziehen ja bereits gewohnt. Denn ihre Schießstände wurden schon mehrmals in andere Räume verlegt.

Der im Jahr 1928 gegründete Verein wurde 1950 wieder ins Leben gerufen und hatte seine Schießstände ursprünglich im Vereinslokal Alter Wirt am Dorfplatz. Wegen des Abbruchs des Vereinslokals musste die Schießsaison 1984/1985 dann in das Restaurant Café Ampertal verlegt werden. Danach ging es zurück zum neu erbauten Alten Wirt, bis die Traditionsgaststätte verkauft wurde und die Schützen im Jahr 2002 heimatlos wurden.

Damals half der Nachbarverein, die Schloss-Schützen Inkofen, großzügig aus und stellte die eigene Schießanlage zur Verfügung. Nach langen Verhandlungen mit dem VfR zog der Verein dann 2008 in die Kellerräume des Sportheims. Als das verheerende Hochwasser der Amper im Jahr 2013 irreparable Schäden an dem Gebäude des VfR anrichtete, musste der Schießstand ausgeräumt werden, und die vollgelaufenen Keller wurden ausgepumpt und gereinigt.

Dieses Problem dürfte künftig der Vergangenheit angehören, denn am Freitagabend siedelte der Haager Schützenverein in das neu erbaute Vereinsheim des VfR um. Dieses ist jetzt hochwassersicher auf einer Art Warft wie auf einer Hallig auf einem Erdwall zwei Meter über der Grasnarbe entstanden, damit das Hochwasser der Amper keinen Schaden mehr anrichten kann.

Nach dem Kirchweihschießen in der vergangenen Woche ging der Umzug ins neue Heim problemlos über die Bühne. „Wir kennen das Umziehen“, sagte Schützenmeister August Wolf. Er hofft, dass es jetzt das letzte Mal ist. Sportgewehre, Schießkleidung, Büromaterial, Jubiläumsscheiben, Schränke und Kleinmöbel schleppten die Vereinsmitglieder gemeinsam in die bereitstehenden Transporter, die zum neuen Vereinsheim mit den zwölf elektronischen Schießständen fuhren, um hier wieder entladen zu werden. Die moderne, computergesteuerte Anlage mit zwölf kleinen Bildschirmen wird in den nächsten Tagen programmiert, dann folgt die Abnahme durch den Sachverständigen, so der Schützenmeister. Nächste Woche steigt bereits ein Probeschießen.

Wolfram Riedel

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