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Das Grundstück, das hinter dem Spielplatz anschließt, soll bebaut werden. Zuschüsse könnte man sich dafür noch sichern.

Kommunales Wohnraumförderprogramm

8000 Quadratmeter großes Baugebiet soll in Haag geschaffen werden

Günstige Mietwohnungen sind Mangelware im Landkreis Freising. Die Gemeinde Haag will jetzt auf einer Teilfläche eines Grundstücks südlich der Graf-Lodron-Straße die Schaffung von Mehrfamilienhäusern vorantreiben, die im Rahmen des Kommunalen Wohnraumförderprogramms bezuschusst werden könnten.

HaagEinen Grundsatzbeschluss in Bezug auf die Umsetzung des Kommunalen Wohnraumförderprogramm fassten die Gemeinderäte in der Sitzung am Dienstag. Rund 20 000 Quadratmeter ist das Grundstück groß, das sich zwischen Graf-Lodron-Straße und Hagenaustraße erstreckt. Im Osten wird es von der vorhandenen Bebauung „In der Stockwiese“ begrenzt, im Westen von der Bebauung an der Graf-Lodron-Straße.

Etwa 8000 Quadratmeter davon will die Gemeinde als Baugebiet realisieren. Dass dies rasch und zügig geschehen soll, darüber bestand Konsens. Deshalb stimmten die Räte der Aufstellung des Bebauungs- und Grünordnungsplans „Südlich der Graf-Lodron-Straße“ mit Berichtigung des rechtswirksamen Flächennutzungsplanes einstimmig zu. Nicht nur im „herkömmlichen Sinn“ Einfamilien- und Doppelhäuser schaffen, sondern auch Wohnraum in „nicht gehobener Preisklasse“: Das regte Gemeinderätin Elisabeth Maier gleich zu Beginn der Diskussion an. Diesem Wunsch schloss sich Monika Arzberger an. Aus ihrer Sicht sollte nämlich auch das Modell von genossenschaftlichem Bauen in Erwägung gezogen werden. Oder die Möglichkeit angeboten werden, dass sich Bauherrengemeinschaften zusammen schlössen. Mehrere Vorhaben könnten so in einer Anlage realisiert werden: Barrierefreiheit oder gemeinsame Freizeitflächen etwa. “Ich bin für ein Einheimischen-Modell“, meinte Gemeinderat Rudolf Schwaiger. Bürgermeister Anton Geier gab zu bedenken, dass bei der Vergabe von Baugrundstücken zu vergünstigten Preisen seit kurzem veränderte Kriterien gelten würden. Das neue EU- konforme Einheimischen-Modell müsse nach einem Punkte- System bewertet werden, so dass durchaus auch auswärtige Bauwerber zum Zuge kommen könnten. Hans Sellmaier plädierte dafür, eine Teilfläche des Grundstückes unbedingt für sozialen Wohnungsbau offen zu halten. Auch Geier warb für diese Art der Nutzung. Über das Kommunale Wohnraumförderprogramm könnten Zuschüsse in Höhe von 30 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtkosten geltend gemacht werden, für vorbereitende planerische Maßnahmen sogar 60 Prozent. Die Gemeinderäte einigten sich einstimmig darauf, eine Machbarkeitsstudie mit Kostenkalkulation in Auftrag zu geben. Bei Vorliegen der entsprechenden Ergebnisse könne dann von Seiten des Gemeinderates über eine mögliche Realisierung von Mietwohnungen entschieden werden. Eine Infoveranstaltung für die Nachbarn ist angedacht.

Maria Martin

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