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Wasserwachten aus der ganzen Region im Einsatz

Erneut Badeunfall am Haager Weiher: 24-Jähriger gestorben

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Ein 24-jähriger Freisinger war am Samstag gegen 15 Uhr einfach unter Wasser. Andere Badegäste konnten nur noch zusehen, während der Mann im Haager Weiher unterging. 

Haag - Wasserwachten aus dem ganzen Landkreis rückten aus - die Zeit drängte. Freising, Neufahrn, Moosburg, Eching: Die Helfer kamen aus allen Richtungen. Vom Haager Weiher wurde gegen 14.15 Uhr ein Notruf abgesetzt, ein Mann sei untergegangen - und bis dato nicht wieder aufgetaucht. Wie es seitens der Polizei heißt, war der Freisinger auf dem Weg zu einem Floß, das mitten im See schwimmt - auf halber Strecke drehte er um und „ging zehn Meter vom Ufer entfernt unter“. berichtet Moosburgs Wasserwachtsleiter Stefan Aigner. Mit vollem Aufgebot machte man sich auf den Weg zum Baggerweiher - nach mehreren Zwischenfällen im vergangenen Jahr (ein 31-jähriger Berglerner und ein 21-jähriger Zollinger Flüchtling starben nach Unfällen im Jahr 2017) schrillten alle Alarmglocken.

Als die Rettungskräfte schließlich vor Ort waren, machten sich Taucher sofort auf die Suche nach dem Vermissten. Auch der Rettungshubschrauber Christoph 1 war im Einsatz. Er sollte mit einer Wärmebildkamera die Suche aus der Luft unterstützen. Das Problem: Das Wasser des Haager Weihers ist so trüb, dass man von außen kaum etwas erkennen kann. „Da sprechen wir von fünf bis zehn Zentimeter Sichtweite“, erklärt Aigner. Im Klartext heißt das, dass man sich durch den Schlamm tastet, um die vermisste Person zu finden. Die Folge daraus war, dass nur noch die Taucher zum Einsatz kamen. Sogar die Einsatzgruppen der Wasserwachten Erding und Landshut wurden nachalarmiert. 

Zum Einsatz kamen beide allerdings nicht mehr: Nach einer guten Stunde war die Kettensuche der Taucher erfolgreich. Der Vermisste wurde aus dem Wasser gezogen und sofort vom Rettungsdienst versorgt. Unter laufender Reanimation wurde der Freisinger ins Klinikum gebracht. Leider hat der junge Mann den Unfall nicht überlebt. Er starb noch in den Abendstunden, bestätigte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern.

Badegäste und Freunde versuchten laut Polizei noch zu helfen, konnten den Mann aber nicht mehr finden. Das Wasser war einfach zu trüb. Und warum ausgerechnet der Haager Weiher in der Vergangenheit immer wieder Schauplatz für tödliche Badeunfälle gewesen ist, kann sich der Wasserwachtsleiter nicht erklären. „Ich weiß nicht, was dieser See hat. Das bleibt mir ein Rätsel.“ Man habe in der Region so viele Gewässer: Isar, Amper, diverse Weiher - doch nirgendwo häufen sich die Unfälle so wie am Haager Weiher.

Die weiteren Ermittlungen zu den Todesumständen hat die Kriminalpolizei Erding übernommen. Derzeit bestehen keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden an dem Unfall. Über eine Obduktion des Leichnams wird am Montag durch die zuständige Staatsanwaltschaft entschieden.

Allgemein bittet Aigner Badegäste, unabhängig von diesem Fall, in dem noch viele Fragezeichen offen sind, auf Alkohol zu verzichten, wenn man in einen See geht. „Man kann es nicht oft genug sagen. Vielleicht kommt es bei den Leuten irgendwann an.“ 

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