Im Gespräch mit Nina Huber, Regionalmanagerin der ILE Kulturraum Ampertal, tauschte sich die JU Haag-Zolling über die Stärkung der Region aus. Screenshot: ZZ
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Im Gespräch mit Nina Huber, Regionalmanagerin der ILE Kulturraum Ampertal, tauschte sich die JU Haag-Zolling über die Stärkung der Region aus.

Gemeinschaft mit vielen Errungenschaften

„Talkabout“ der JU Haag-Zolling beschäftigt sich mit dem ILE Kulturraum Ampertal - Neue Ideen gewünscht

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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„Gemeinsam stärker – Dahoam im Ampertal“ lautete der Titel des jüngsten „Talkabout“ der JU Haag-Zolling. Die Botschaft diesmal: „Her mit den Ideen!“

Zolling/Haag – Inzwischen ist er schon zur festen Einrichtung geworden: der per Videoplattform Zoom ausgetragene „Talkabout“ der JU Haag-Zolling. Dieses Mal ging es um ein ausschließlich kommunales Thema: „Gemeinsam stärker – Dahoam im Ampertal“ war das virtuelle Event betitelt, für das JU-Vorsitzender Benedikt Flexeder die Regionalmanagerin der ILE Kulturraum Ampertal, Nina Huber, gewinnen konnte. Eine Botschaft Hubers an die Teilnehmer: „Her mit den Ideen!“

„Eine wirklich gute Geschichte“

Die Vorteile, die ein Kommunalverbund wie die ILE (Intergierte Ländliche Entwicklung) mit sich bringe, fasste Huber so zusammen: elf Gemeinden plus die Stadt Freising, rund 90 000 Einwohner und 335 Quadratkilometer Fläche – „gemeinsam sind wir stärker“. Dem stimmte auch der Haager Bürgermeister Anton Geier zu: Angesichts dessen, was man schon alles erreicht habe, sei ILE „eine wirklich gute Geschichte“. Der Vorsitzende des Ampertalrats, Kirchdorfs Rathauschef Uwe Gerlsbeck, erinnerte daran, dass ILE lange Zeit nicht so wichtig gewesen sei, weil der finanzielle Druck auf die Gemeinden nicht so groß gewesen sei. Jetzt sei das anders, jetzt müsse man an Fördergelder kommen – beispielsweise an 60 Prozent Zuschüsse für die Glonnterrassen in Allershausen oder auch einen ILE-Bonus für die Neugestaltung des Kühnhauser Weihers bei Kranzberg, wie Huber erwähnte.

Handlungsfelder der ILE seien Kulturlandschaft und Gewässer, Landwirtschaft und Regionalvermarktung, interkommunale Zusammenarbeit, Erholung, Siedlungsentwicklung oder auch Mobilität, zählte Huber auf. Einen Radweg- und einen Kirchenführer habe man bereits herausgegeben, zahlreiche Exkursionen unternommen, ein Hochwasserschutz- und ein Energiekonzept entwickelt, vor allem aber auch im Oktober 2020 das Mobilitätskonzept MIA mit einem umfangreichen Maßnahmenkatalog abgeschlossen. Damit die Projekte aber auch tatsächlich realisiert werden, werde man, so verriet Huber, ein Büro engagieren, das die Umsetzung der Maßnahmen begleitet und den Überblick über alle Projekte besitzt. Das sei auch jetzt schon ein großer Vorteil und eine Stärke der ILE Kulturraum Ampertal, betonte Allershausens Zweiter Bürgermeister Manuel Mück: „Da werden Konzepte nicht nur groß vorgestellt, sondern dann auch schnell umgesetzt.“ Beispiel: In Allershausen seien fast alle Maßnahmen des Energiekonzepts Realität geworden. Das bestätigte Huber: Der frühere Bürgermeister Rupert Popp sei da „schwer dahinter gewesen“.

Schilder an den Projekten, um Akzeptanz zu fördern

An aktuell laufenden Projekten nannte Huber beispielsweise die aus dem Regionalbudget zu zahlenden 16 Projekte im Ampertal. Mitfahrbänke etwa fand Gerlsbeck „eine gute Idee“. Oder auch die Installation von Ladesäulen vor den Rathäusern.

Apropos Ideen: Benedikt Flexeder regte an, dass man doch, um die Akzeptanz von ILE zu fördern, Schilder bei den Projekten aufstelle, die von ILE gefördert worden sind. Außerdem hat die Junge Union Haag-Zolling einen Ideenwettbewerb ins Leben gerufen, was man im Ampertal anders und besser machen könne. Bis zum 31. Mai können demnach Interessierte unter ju.haag-zolling@mail.de Vorschläge einbringen. Nina Huber war begeistert: „Her mit den Ideen!“

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