Auswertung der Online-Befragung

Die Haager Jugend ist frei von Landfrust

Ein Großteil der Jugendlichen aus Haag verbringt seine Freizeit in der Heimatgemeinde. Die jungen Leute wünschen sich mehr Transparenz in Sachen Kommunalpolitik und ihre größte Sorge ist es, krank zu werden. Das sind die Ergebnisse einer Umfrage. 

Haag – Eines kann Elisabeth Maier mit Bestimmtheit sagen: die Jugendlichen in der Gemeinde Haag haben Interesse an ihrer Heimat. Am Dienstag stellte die Haager Jugendreferentin und Gemeinderätin die Ergebnisse aus der Jugendumfrage des Landkreises Freising vor. 66 junge Haager im Alter zwischen zwölf und 18 Jahren hatten daran teilgenommen. „Eine beachtliche Anzahl“, konstatierte Maier.

Im Herbst 2016 hatte das Amt für Jugend und Familie im Landkreis Freising eine online-Jugendbefragung durchgeführt, bei der die Jugendlichen in allen 24 Landkreisgemeinden zu Themen wie Freizeitmöglichkeiten, Mobilität, Zukunft, Werte, Partizipation, Schule und Gemeinde spezifischen Dingen befragt worden waren (wir berichteten). „Ich bin da und ich möchte etwas sagen“: so etwa würde sie das Engagement der Heranwachsenden in Haag beschreiben, betonte Maier vor den Gemeinderäten.

70 Prozent der Teilnehmer hatten angegeben, die Freizeit in der Heimatgemeinde zu verbringen. Der Haager Badeweiher sei ein beliebtes Ziel. Ansonsten sei bei der Umfrage deutlich geworden, dass sich die Jugendlichen auch gerne in den eigenen vier Wänden aufhielten. Was das „Mitwirken“ in der Gemeinde anginge und wie man „politisch Einfluss nehmen“ könne, das sei von den Jugendlichen als unbefriedigend wahrgenommen worden. „Da könnten wir als Gemeinde Hausaufgaben machen“, meinte Maier. Bürgermeister Anton Geier regte in dem Zusammenhang an, die Bürgerversammlung für die Jugend, wie sie in der Gemeinde früher stattgefunden habe, wiederzubeleben. Was die Gemeinderäte allesamt verblüffte, das war die Aussage der Jugendlichen hinsichtlich der Befragung zu ihren Sorgen. „Krankheit“ stand hier an oberster Stelle, gefolgt von Krieg, Terror und Umweltverschmutzung. Als „repräsentativ“ könne die Umfrage in Haag gewertet werden, meinte Maier. Denn die Aussagen der hiesigen Jugendlichen seien weitgehend konform mit den Statements in allen anderen Gemeinden.

Zum Themenkomplex „Fühlst Du Dich ausreichend informiert über folgende Themen“ hatten die Jugendlichen Defizite zu den Themen „Schulden“ und „Depression“ angegeben. „Landfrust“ gebe es jedenfalls kaum. Der Großteil der Jugendlichen möchte auch noch in 20 Jahren „auf dem Land“ leben. Das, was Maier auch noch herausstellte: „Die jungen Leute mögen einfach etwas machen“. Im Sommer habe der Jugendtreff beim Sommerfest des Kindergartens mitgeholfen. Und da seien alle mit Begeisterung dabei gewesen. „Die brauchen eine Aufgabe“, so die Jugendreferentin.

Maria Martin

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