Lkw-Fahrer bemerkt verstörende Szene am Straßenrand - als er näher kommt, wird geschossen

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Zufrieden waren die Gemeinderäte nach dem Rundgang auf dem neuen Sportheim-Areal mit dem, was sie da vor einigen Jahren genehmigt hatten. Die Verantwortlichen haben während der Bauphase die Kosten nie aus den Augen verloren und sparen jetzt einen satten Betrag ein.

Blick ins neue Gebäude

Haager Sportheim wird günstiger als gedacht

Einen Blick ins neue Sportheim durften die Haager Gemeinderäte werfen. In dem Gebäude gehen der Verein für Rasenspiele (VfR) und der Schützenverein eine Symbiose ein.

Haag Genau fünf Jahre ist es her, als das Sportgelände an der Hagenau Straße einer Seenlandschaft glich. Etwa eineinhalb Meter hoch überflutet waren Fußball- und Tennisplätze, Schulsportanlage sowie das Sport- und Tennisheim. 

5,3 Millionen vom Hochwasser-Hilfsprogramm

Auch die Schießstände der Graf-Lodron-Schützen im Keller waren damals schwer beschädigt worden. Bürgermeister Anton Geier erinnerte an die Zeit, als die Gemüter der Mitglieder ebenfalls gehörig im Keller gewesen seien. Mit dem Hochwasser-Hilfsprogramm von Bund und Ländern habe sich dann eine Perspektive aufgetan.

Den Rohbau des Sportheims besichtigten die Haager Gemeinderäte. Bürgermeister Anton Geier (l.) gab einen Überblick.

Doch der Rathauschef erinnerte auch daran, dass es zäher Verhandlungen und langer Gespräche bedurft habe, um die Zuwendungsanträge bewilligt zu bekommen. „Das haben wir uns erkämpft.“ Mit dem 5,3 Millionen Euro hohen Zuschuss habe man so gewirtschaftet, als wenn es die „eigenen Gelder“ wären, betonte VfR-Vorsitzender Helmut Leitl. Nachdem 95 Prozent der Gewerke vergeben seien, stelle sich die aktuelle Prognose so dar: „Wir werden mit 4,89 Millionen Euro auskommen“, so der Vorsitzende. 

Weil alle an einem Strang gezogen hätten – Verein, Rathaus und Architekt – läge die Gesamtmaßnahme unter der Fördersumme. „Schöner geht es gar nicht“ – das war der Tenor der Räte.

Im Erdgeschoss des neuen Gebäudes befindet sich ein großer Aufenthaltsraum mit Schanktheke, Küche, Büro, Erste - Hilfe-Raum sowie behindertengerechten WC-Anlagen. Die Umkleiden und Duschen können von den Sportanlagen aus auf kurzem Weg erreicht werden. Die Heizungstechnik habe, dank intensiver Zusammenarbeit aller Beteiligten, einen großen Anteil an regenerativen Energien, betonte Leitl. 

Ein Gymnastikraum für Seniorensport

Das Haus sei gut isoliert, und so erwarte man eine „sparsame“ Heizkostenabrechnung. Im Obergeschoss besichtigten die Räte den Gymnastikraum und den Raum, in dem die zwölf elektronischen Schießstände der Graf-Lodron-Schützen ihren Platz finden werden.

Der Gymnastikraum sei nicht Bestandteil des zuwendungsfähigen Raumprogramms, betonte Leitl. Er sei auf Wunsch der Gemeinde eingeplant worden und ergänze die sportlichen Möglichkeiten. Unter anderem Seniorensport könne hier künftig stattfinden, merkte Geier an. Dazu werde ein Boden eingearbeitet, der schwinge, scherzte der Rathauschef. „Für alte Knochen wichtig.“

Applaus für Helmut Leitl

Was von allen gelobt wurde: die Symbiose, die man mit dem Schützenverein eingegangen sei. Beide Vereine könnten die großzügige Infrastruktur im Haus nutzen. Zum Schluss des Rundgangs gab es noch kräftigen Applaus für den Mann, dessen Hartnäckigkeit das eigentlich alles ermöglicht habe: Vorsitzender Helmut Leitl. 

Er bedankte sich für die Unterstützung der Gemeinde. „Wir werden nach der Fertigstellung zwei Wappen am Gebäude anbringen lassen – das Vereins- und das Gemeindewappen.“ Von Maria Martin

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