Haushaltsvorberatung in Haag

Sparsam, aber nicht zurückhaltend

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Haag - Zahlen, Stellen, Posten: Die Haager Gemeinderäte mussten am Dienstagabend ein dickes Packerl Papier durchackern. Die Vorberatungen für den Haushaltsplan 2016 standen auf der Tagesordnung. Beschlossen wird der zwar erst in der Sitzung am 19. April. Doch für Bürgermeister Anton Geier steht bereits jetzt fest, dass es sich um einen „wie immer sparsamen, jedoch keineswegs zurückhaltenden“ Gemeinde-Etat handeln wird.

Im Vorbericht von Kämmerer Andreas Kleebauer sticht zunächst der Überblick über das Haushaltsjahr 2015 ins Auge: Da wurde zum einen eine hohe Zuführung des Verwaltungs- an den Vermögensetat von über 1,1 Millionen Euro gebucht. Und zum anderen flossen vom Vermögenshaushalt wiederum 950 000 Euro in die allgemeine Rücklage. „Wir hatten ja damals bereits einiges an Mitteln für die Runderneuerung unserer Kläranlage eingestellt“, erläutert Geier auf FT-Nachfrage. Bis dato habe man allerdings noch nicht anfangen können, das Landratsamt habe das Planfeststellungsverfahren noch nicht eröffnet. „Es kann sein, dass auch heuer kostenmäßig nicht viel passieren wird“, sagte der Rathauschef im Gemeinderat.

Und so sind es 2016 andere Posten, die im Vermögenshaushalt die Ausgabenseite dominieren: 465 000 Euro Grunderwerb für Bauland, 350 000 Euro für Brandschutzmaßnahmen in der Haager Grundschule oder 340 000 Euro für die Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen. Erst dann kommt die Kläranlage mit einer Summe von 221 000 Euro. Insgesamt beläuft sich der Haushalt 2016 – also Vermögens- plus Verwaltungsetat – im Ansatz auf knapp 7,3 Millionen Euro. Aus der Rücklage werden wieder gut 1,2 Millionen Euro entnommen. Der Schuldenstand soll sich bis Ende des Jahres um rund 58 000 Euro auf 670 000 Euro verringern, neue Kredite sind nicht geplant.

Fazit, so Kleebauer: „Die Kassen- und Haushaltssituation der Gemeinde ist gut geordnet.“ Diskutiert wurde dann auch eher um kleinere Maßnahmen: So soll das Dach des Haager Kindergartens noch heuer mit einer Photovoltaik-Anlage bestückt werden. Ob nun mit oder ohne Stromspeicher: 25 000 Euro wird Kleebauer noch in den Etat einarbeiten. „Ich denke, dass wir da auf einen schönen Eigenbedarfsanteil kommen“, sagte Geier. „Die Anlage wird sich für uns relativ zügig rechnen.“

Rubriklistenbild: © dpa

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