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Mit schwerem Gerät wird der Hang an der Staatsstraße 2054 in Inkofen saniert. 

Staatsstraße 2054 soll noch heuer freigegeben werden

Nach über einem Jahr Vollsperrung: Erlösung für Inkofen naht

Über ein Jahr lang war die Staatsstraße 2054 bei Inkofen für den Durchgangsverkehr gesperrt. Jetzt zeichnet sich ein Ende ab: Seit Dienstag wird der abrutschgefährdete Hang saniert.

Haag/Inkofen –  Es ist eine nicht enden wollende Geschichte, in die jetzt endlich Bewegung kommt. Seit Dienstag wird der Hang in Inkofen saniert. Und auch die Standsicherheit der Kapelle, die bei einem Verkehrsunfall im Oktober 2018 angefahren worden war, ist bereits seit einigen Monaten wieder hergestellt, so dass die Straße voraussichtlich noch heuer für den Verkehr frei gegeben werden kann.

Umleitung oft ignoriert

Autofahrer und Anlieger waren auf eine lange Geduldsprobe gestellt. Die Umleitungsstrecke, die vom Staatlichen Bauamt von Moosburg kommend über die FS 16 nach Oberappersdorf, über die FS 22 nach Gerlhausen und weiter über die FS 10 nach Anglberg beziehungsweise FS 22 nach Untermarchenbach zurück zur Staatsstraße 2054 geleitet wurde, nutzten nicht alle Verkehrsteilnehmer. Viele nahmen trotzdem den Weg durch den Ort. Die Anlieger der der Unteren Dorfstraße – einer Tempo 30 Zone – konnten ein Lied davon singen.

Hangrutsch nach Regen

Rückblick: Im Oktober 2018 war ein Auto bei einem Verkehrsunfall in die Kapelle gefahren. Die Feuerwehr sicherte daraufhin die Stelle notbehelfsmäßig, die Straße war zunächst halbseitig gesperrt. Die Straßenmeisterei kontrollierte die Stelle regelmäßig. Aus Gründen der Verkehrssicherheit wurde sie schließlich ganz gesperrt. Erst im August diesen Jahres war die Standsicherheit wieder soweit hergestellt, dass Fußgänger passieren durften. Nach einem Starkregenereignis kam es jedoch am dahinterliegenden Hang an der Westseite der Staatsstraße zu einem Böschungsrutsch. Die Staatstraße wurde von den Erdmassen überschüttet.

Weil sich die betroffenen Grundstücke teils im Besitz des Freistaats und des Erzbischöflichen Ordinariats befinden, musste ein gemeinsames Sanierungskonzept erstellt werden. Und das sei von beiden Beteiligten schnell umgesetzt worden, lobte Bürgermeister Anton Geier in der Gemeinderatssitzung am Dienstag. „Die haben sich beide bemüht, dass schnell etwas vorwärts geht.“

Stabilisierung läuft

Seit Dienstag wird die Böschung nun mit Schroppen-Schotter stabilisiert, Kalksteine mit einer Korngröße von mehr als 60 Zentimetern Durchmesser. Die Böschungsoberkante wird um mehrere Meter nach hinten verlegt und abgeflacht. Auf Höhe der Kapelle wird etwa ein halber Meter als Engstelle ausgewiesen. Vom Besitzer der Kapelle, einem Geschäftsmann aus Feldkirchen, hoffe man nun, dass das unter Denkmalschutz stehende Gebäude nach den Vorgaben des Denkmalschutzes saniert werde, erklärte Gemeindechef Anton Geier.

Maria Martin

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