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Seit über 40 Jahren ist Hans Laschinger eine kreative Größe in der Volksmusikszene – egal ob als Mitglied der Geschwister Laschinger oder bei der Ampertaler Kirtamusik. Mit der Kirtamusik gewann Laschinger, der heute 60 Jahre alt wird, renommierte Preise, unter anderem den Traunsteiner Lindl.

Zum 60. Geburtstag von Hans Laschinger

Humorig, hintersinnig, herausragend

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Haag - Wenn Hans Laschinger am heutigen Mittwoch zum 60. Geburtstag sein bisheriges Leben Revue passieren lässt, kann er eines mit Sicherheit sagen: Er ist eine Institution der Volksmusik im Landkreis Freising und darüber hinaus. Dabei hatte der Multi-Instrumentalist denkbar schlechte Voraussetzungen für eine Musiker-Karriere.

Heute wird der Laschinger Hans 60. Der Haager, der als medizinischer Bademeister und Masseur im Freisinger Klinikum schon den halben Landkreis unter seinen Händen gehabt haben dürfte, ist seit über 40 Jahren eine feste, kreative und produktive Größe der Volksmusik. Und das nicht nur im Landkreis, sondern weit über die Region hinaus. Als Mitglied der Geschwister Laschinger oder als Ampertaler Kirtamusi – Hans Laschinger hat, angeregt und inspiriert durch die „Bairischen Bilder- und Notenbüchl“ des Wastl Fanderl, schon zu Kindeszeiten sein Herz für die Volksmusik entdeckt. Und gerade seine Sehbehinderung sei für ihn eine besondere Herausforderung gewesen, auch ein Instrument zu lernen, sagt Hans Laschinger, der sich autodidaktisch Akkordeon, Zither, Gitarre und Klarinette beigebracht hat.

Es sei, so hat er im Rückblick auf seine eigenen Anfänge in der Volksmusik einmal erzählt, „eine Viecherei“ gewesen, als er vergilbte Klarinettenhefte mit der Lupe Note für Note übertragen habe. Wie oft in solchen Fällen war dem Laschinger Hans die Liebe zur Volksmusik und zum Hallertauer Liedgut sozusagen in die Wiege gelegt worden: Anfang der 70er Jahre trat er zusammen mit den Haager Buam als Trio auf – und zwar zum ersten Mal beim Kirchweihfest im örtlichen Metzgerwirt. Und mit seiner Mama Emma war er als Duo Laschinger unterwegs – ein Duo, auf das der Bayerische Rundfunk schnell aufmerksam wurde. Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen folgten. Zur selben Zeit tourten die Schwester des heute Sechzigjährigen, Renate Laschinger, und deren Freundin Brigitte Geisenhofer als Haager Sängerinnen durch die Region. Dass sich beide Duos fanden, immer öfter gemeinsam musizierten und sangen, war nur eine Frage der Zeit. Seit dem Tod von Mutter Emma treten die Drei als Geschwister Laschinger auf.

Doch dabei blieb es nicht: Die Ampertaler Kirtamusi ist das andere volksmusikalische Standbein des Hans Laschinger. 1990 wurde die Gruppe vom Landkreis Freising ausgezeichnet, 2006 erhielt sie den Kulturpreis der Hanns-Seidel-Stiftung, 2009 gewann man den Volksmusikpreis „Traunsteiner Lindl“. Der Erfolg, den man seit über 40 Jahren mit dem Namen Laschinger in der Volksmusikszene verbindet, hat mehrere Geheimnisse: Ursprünglich ist die Kunst des Hans Laschinger, witzig, humorig, oft ein bisschen hintersinnig seine Texte und die seiner Schwester Renate, zeitgemäß seine Musik, bei der er gerne auch mal improvisiert. Volksmusik also im besten Sinn des Wortes, aber nie weiß-blau vor sich hin dümpelnd, sondern frisch und stets dem Neuen gegenüber aufgeschlossen. Auch – und vielleicht gerade – mit 60.

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