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Auf etliche tote Hühner ist ein Spaziergänger in den Amperauen südlich von Inkofen gestoßen.

Polizei ermittelt

Grausiger Fund in den Amperauen: Tote Hühner illegal entsorgt

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Bei einem Spaziergang durch die Amperauen hat ein Passant 24 tote Hühner entdeckt. Sowohl Täter als auch Todesursache geben der Polizei Rätsel auf.

Inkofen – Der Passant war am Donnerstagvormittag gegen 11 Uhr in den Amperauen südlich von Inkofen (Gemeinde Haag) unterwegs, als er den grausigen Fund machte. Zwischen den Bäumen auf dem Boden verteilt lagen etliche tote Hühner. Die Polizei Freising, die von dem Mann sofort verständigt wurde, zählte insgesamt 24 männliche und weibliche Kadaver. Teilweise lagen sie noch in blauen Müllsäcken, wie der stellvertretende Freisinger Polizeichef Michael Ertl auf FT-Nachfrage mitteilte.

Der Veterinär findet keine äußeren Todesursachen

Noch vor Ort untersuchte ein Veterinär die Tiere, fand aber keine Hinweise darauf, wie sie verendet sind. „Es gab keine äußeren Todesmerkmale“, erläuterte Ertl. „Die Hühner haben weder geblutet noch hatten sie ein gebrochenes Genick.“ Da die Polizei eine Tierseuche nicht ausschließen konnte, wurden die eingesammelten Tiere zur Untersuchung nach Oberschleißheim zum Institut für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gebracht. Die Experten gaben am Freitag Entwarnung: Das Ergebnis ergab keinen Seuchenverdacht.

Der Täter kam mit mindestens drei blauen Müllsäcken

Jetzt heißt es für die Ermittler Abwarten, bis die pathologische Untersuchung abgeschlossen ist. „Solange wir die Todesursache nicht kennen, können wir keine sicheren Rückschlüsse ziehen“, sagte Ertl. Sicher ist, dass die Tiere von dem Unbekannten illegal entsorgt wurden. Und: Der Täter kam mit mindestens drei gefüllten blauen Müllsäcken zum Tatort – dem Forstweg südlich von Inkofen in Richtung Thonstetten.

Das Ergebnis der pathologischen Untersuchung wird frühestens in vier Wochen erwartet. Bis dahin hofft die Polizei auf Zeugenhilfe. Hinweise an die PI Freising unter Tel. (0 81 61) 5 30 50.

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