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Tosenden Beifall bekamen die Laschingers und die Ampertaler Kirtamusi nach diesem besonderen „Wunschkonzert“.

Beste Stimmung im Gasthaus Stegschuster

Musikalische Speisekarte

Altbekannt und doch ganz anders: Am Samstag präsentierten die Geschwister Laschinger und die Ampertaler Kirtamusi ihr neues Programm – ein „Wunschkonzert“ der ganz besonderen Art

Obermarchenbach Nach „Griabig beinand“ und „Nix gwiss woaß ma net“ begeisterten sie im Gasthaus Stegschuster in Obermarchenbach ihr Publikum mit Liedern, Couplets, Gstanzln nach dem Motto „Wie hätt’ns denn gern“. Jede Menge unverfälschte bayerische Volksmusik war auch dabei.

Eine richtige Freude war es für das versierte Geschwisterpaar aus Haag und ihre „Kirtamusikanten“, als sich zur Premierenvorstellung der Saal immer mehr füllte. Man hätte gar nicht so viel erwartet, sagte Moderatorin Renate Thanner. Und eine richtige Freude war es natürlich auch für die Gäste, den versierten Musikanten zuzuhören. Wie gewohnt virtuos kamen alte Polkas, Zwiefache und „Schottische“ daher. Auf die sonoren Töne des tiefen Blechs der Tuba und die die Melodie tragenden Klänge der Trompeten setzten die Klarinetten ihre keck aufsteigenden Laute. Die Zuhörer durften in der „Speisekarte“ wählen. Altbekannte und neuere „Stückerl“ der Ampertaler Kirtamusi“ waren darauf verzeichnet, ganz so, als würde man eine Speise nach seinem Gusto bestellen. „Die Inhaltsstoffe war’n a drin“, merkte Thaler launig an.

Man bog sich vor Lachen, klatschte und sang eifrig mit. Sicherlich auch deswegen, weil sich der eine oder andere selbst an die Nase fassen konnte. Wie etwa beim Couplet vom „Shoppen“, in dem „philosophisch-praktische Überlegungen über das Einkaufen“ angestellt wurden. Früher sei man halt zum Einkaufen gegangen, wenn man etwas gebraucht habe, erinnerte Renate Thaler. Heute kaufe man ein, obwohl man nix brauche. Das Ergebnis: Im Kleiderschrank „schopped“ sich alles. „Sparen, sparen, nix wie sparen tun wir, wenn wir „shoppen“ fahren“, sangen die Zuhörer mit.

Wirklich zum Kringeln war es auch, als Renate Thaler das „urboarische Voiksliad“ vom „Fensterstock-Hiasl“ ins „Deutsche“ übersetzte. So manche Lachträne wurde weggewischt. Nicht fehlen durfte das „Rehragout“, jener altbekannte und immer wieder gern gehörte „Schottische“. Selbstverständlich wollte auch der „Ampertaler“ gehört werden. „Schee war’s“, waren sich die Zuhörer zum Schluss einig. „Boarisch“ vor allem und dafür gab es tosenden Beifall.

Wer „Wie hätt’ns denn gern“ hören möchte, hat dazu Gelegenheit am Freitag, 13. Oktober, in Wolfersdorf im Feuerwehrhaus/Bürgersaal oder am 29. Oktober in Giggenhausen (Metzgerwirt). Beginn: jeweils 20 Uhr.

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