Kanalarbeiten
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Die Gemeinde Haag muss viel Geld in die Hand nehmen: Das komplette Kanalnetz muss saniert werden. Symbolbild

Umlegung auf Gebührenzahler offen

Viele Schadstellen: Haager Kanalnetz muss komplett saniert werden

In der Gemeinde Haag muss das gesamte Kanalnetz saniert werden. Wie genau private Hausanschlüsse miteinbezogen werden, ist noch nicht klar.

Haag – Vor großen Investitionen steht die Gemeinde Haag in den kommenden Jahren: Das gesamte Kanalnetz muss überholt werden. Jetzt wird ein entsprechendes Sanierungskonzept erstellt. Auch private Hausanschlüsse sollen miteinbezogen werden.

Aufgrund des hohen Fremdwasseranteils wurde die Gemeinde im vergangenen Jahr vom Wasserwirtschaftsamt aufgefordert, eine Schadenserfassung und Bewertung des Zustands der Leitungen vorzunehmen. Eine „Vielzahl“ an Schadstellen sei dabei aufgezeigt worden, berichtete Bürgermeister Anton Geier in der Gemeinderatssitzung am Dienstag. Außerdem wurden „Fettablagerungen“ entlang der Verbindungskanäle von Hausmehring über Ober-, Mitter- und Untermarchenbach festgestellt.

Die Aufstellung eines Sanierungskonzepts will man jetzt gemeinsam mit den VG-Gemeinden Zolling und Attenkirchen auf den Weg bringen. Mit einer gemeinsamen Beauftragung könnten einheitliche Konzepte erstellt werden und Synergien in der Bearbeitung genutzt werden, sagte der Bürgermeister. Das Wasserwirtschaftsamt München habe in Aussicht gestellt, dass die Kosten für die Erstellung bald förderfähig wären. Die Richtlinie für Zuwendungen trete Anfang April in Kraft.

Die neuen Kosten werden erst berechnet

Allerdings fordere das WWA, das Sanierungskonzept innerhalb eines relativ kurzen Zeitfensters vorzulegen. Bis zum 31. August soll es fertig sein. Eine Angebotseinholung wurde daher einstimmig abgenickt. Inwieweit die Kosten auf die Abwassergebühren umgelegt werden, das sei derzeit noch nicht entschieden, sagte Geier. Die neuen Abwassergrundgebühren würden im Laufe des Jahres errechnet.

Maria Martin

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