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Haag will schnelles Glasfasernetz: Kooperationsvereinbarung mit GigaNetz zugestimmt

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Ein Kabel für Glasfaser
Haags Bürgermeister Anton Geier erklärte den Räten in der Sitzung am Dienstag die Grundzüge des Angebots der GigaNetz. Symbolbild © Archiv

Auch Haag macht mit: Die Gemeinderäte votierten einstimmig für einen Kooperationsvertrag mit der GigaNetz zum Glasfaserausbau.

Haag – Die gigabitfähige Glasfaserstruktur, für deren eigenwirtschaftlichen Ausbau die Firma Deutsche GigaNetz Gmbh derzeit in der Verwaltungsgemeinschaft Zolling wirbt, wird auch von der Mitgliedsgemeinde Haag befürwortet. Das entschieden die Gemeinderäte in der Sitzung am Dienstag einstimmig. Einem Kooperationsvertrag mit der GigaNetz zugestimmt hatten in den vergangenen Tagen bereits die VG-Mitgliedsgemeinden Attenkirchen und Zolling.

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40 Prozent der VG-Haushalte gebraucht

Haags Bürgermeister Anton Geier erklärte den Räten in der Sitzung am Dienstag die Grundzüge des Angebots: Wenn sich 40 Prozent der VG-Haushalte dazu bereit erklärten, einen auf zwei Jahre laufenden Vertrag mit der GigaNetz abzuschließen, werde die Firma im Sommer kommenden Jahres damit beginnen, Glasfaserleitungen in jedes Haus zu verlegen. Das Angebot, das die VG auch von externen Beratern prüfen habe lassen, sei attraktiv, betonte Geier. Die GigaNetz würde nämlich sämtliche Kosten übernehmen.

Bisher hätten die Gemeinden mit Unterstützung von staatlichen Fördergeldern für den Ausbau der Infrastruktur aufkommen müssen, so der Haager Rathauschef. Bis 2024 könne dann die Versorgung sämtlicher Haushalte in der VG mit dem schnellen Internet abgeschlossen sein. Wenn die Verlegung der Glasfaserleitungen erneut über ein Förderprogramm laufen würde – so wie bisher – würde das vermutlich noch etwas länger dauern, so Geier. Die Pandemie habe gezeigt, wie wichtig, eine flächendeckende Versorgung mit „vernünftiger Internetgeschwindigkeit“ sei.

Bei neuen Firmen „genau hinschauen“

Dass man bei Firmen, die „neu auf dem Markt“ seien, „genau hinschauen“ müsse, das gab Gemeinderat Richard Pflügler (UB) zu bedenken. Während seiner Berufsjahre habe er viele Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt. Das Angebot komme einem fast „zu toll“ vor, gab Pflügler zu bedenken. „Nicht dass wir auf verbrannter Erde sitzen bleiben.“ Man müsse bei der Vertragsgestaltung aufpassen. Bürgermeister Anton Geier wertete das Angebot als „guten Versuch“. Die Haager Gemeinderäte stimmten der Durchführung einer Akquise durch die Deutsche GigaNetz und dem Abschluss einer Kooperationsvereinbarung schlussendlich einstimmig zu.

Maria Martin

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