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Gemeinderat beschließt

Hallbergmoos: E-Infrastruktur wird ausgebaut - drei neue Ladestationen

Drei Ladestationen für Elektrofahrzeuge werden bald in der Gemeinde Hallbergmoos stehen – und dabei lässt man sich nicht lumpen. Über 50 000 Euro pro Säule investiert man in die Ladeinfrastruktur – inklusive stattlichem Zuschuss.

Hallbergmoos – Die Gemeinde investiert in Elektromobilität: 200 000 Euro hat der Gemeinderat im Haushalt eingestellt, um eine Infrastruktur im Gemeindegebiet aufzubauen. Der Bauausschuss befasste sich nun mit den Planungsdetails – und beschloss, drei öffentliche Stromtankstellen einzurichten. Darüber hinaus sind auch Fahrradladestationen angedacht. Zentrumsnah in der Bürgermeister-Funk-Straße am Rathausplatz, im Gewerbegebiet (Lilienthalstraße) und auf dem Parkplatz des Sportparks sollen künftig E-Fahrzeuge aufgeladen werden können. So sieht es die Konzeption der HPE vor, der der Ausschuss nun einstimmig folgte.

Das Unternehmen HPE hat die „E-Mobilitätsoffensive“ geplant: Experte Matthias Maier (HPE) erläuterte die technischen Details und möglichen Varianten: Den Vorzug gab der Ausschuss letztlich Schnellladestationen mit einer Leistung von 3,7 bis 55 Kilowatt und europaweit üblichen Ladesteckern. Diese sind zwar mit Investitionskosten von 51 600 Euro pro Säule teurer als Normal-Ladeeinheiten (24 300 Euro), ermöglichen aber raschere Tankzeiten – und werden überdies vom Bund mit bis 40 Prozent (maximal 30 000 Euro) bezuschusst. Bei Normalsäulen fallen die Subventionen – 40 Prozent, höchstens jedoch 2500 Euro – deutlich geringer aus. Zusätzlich sind jährlich etwa 2000 Euro an Betriebskosten (Hotline, Fernwartung, Anbindung und Säulenwartung) einzuplanen. Mit den beschlossenen E-Tankstellen lassen sich auch leistungsstärkere Fahrzeuge auftanken: Die Rede war von 85 kW.

Dem Wunsch des Referenten für Umwelt und Energie, auch für E-Bikes öffentliche Ladestationen zur Verfügung zu stellen, folgte der Rat in seinem Beschluss. Der Planungsexperte soll sich darüber hinaus mit dem Bezahlsystem eingehender befassen: Gängige Praxis, so Maier, ist es, dass die verfügbare Ladestationen auf einer App oder dem Fahrzeug-Navigationssystem angezeigt und reserviert werden. Die Bezahlung erfolgt in der Regel über Identifikationskarten (RFID) und ein zentrales Abrechnungssystem. Auf Anregung des Umweltreferenten sollen nun noch Optionen für die Bezahlung per Scheck- und Kreditkarte von HPE ausgearbeitet werden.

Dass E-Fahrzeuge nicht länger als zum Tanken nötig auf den ausgewiesenen Stellplätzen halten, lässt sich laut Bürgermeister Harald Reents durch verkehrsrechtliche Anordnungen sicherstellen. Erfahrungswerte zeigen, so der Experte, „dass E-Fahrer sehr vernünftig sind und umgehend wegfahren, wenn das Fahrzeug aufgeladen ist“ .

Eva Oestereich

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