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„Gut angelegtes Geld“: (v. l.) Telekom-Regionalmanager Bernhard Multerer, Jens Dübe (Telekom-Fachreferent Breitbandausbau Kommunen), Dirk Bartels (Breitband-Pate und stellv. Leiter der IT-Abteilung im Rathaus) sowie (vorne) Bürgermeister Harald Reents.

Schnelles Internet für Hallbergmoos

2500 Haushalte haben was davon

Gleichzeitig telefonieren, ruckzuck Daten laden und streamen: Schnelles Internet soll es bald für mehr Haushalte der Gemeinde Hallbergmoos geben. Bürgermeister Harald Reents unterzeichnete jetzt einen Vertrag mit der Telekom für den geförderten Netzausbau. Insgesamt 2500 Haushalte werden davon profitieren.

Hallbergmoos – Beim Termin im Rathaus sah man durchweg zufriedene Mienen: Telekom-Regionalmanager Bernhard Multerer äußerte sich erfreut, dass die Telekom die Ausschreibung der Kommune für den geförderten Netzausbau für sich entschieden hat. 1,5 Milliarden Euro stellt der Freistaat insgesamt im Zuge des Breitbandförderprogramms Gemeinden zur Verfügung. Auch Hallbergmoos kann sich eine Scheibe abschneiden: „Weil der Freistaat zirka 460 000 Euro für den Ausbau beisteuert, betragen die Kosten für die Gemeinde unterm Strich gut 300 000 Euro. Das ist gut angelegtes Geld“, betonte Bürgermeister Harald Reents.

Im Zuge des geförderten wie auch des eigenfinanzierten Ausbaus wird die Telekom nun rund 43 Kilometer Glasfaserkabel verlegen und 22 Verteilerkästen einrichten. Im ersten Quartal 2020 soll die Maßnahme komplett abgeschlossen sein und Haushalte – verteilt auf das gesamte Gemeindegebiet – auf schnelles Internet zugreifen können. Ein Teil kann bereits ein Jahr eher in Betrieb gehen. „Uns ist wichtig, dass wir Breitband für alle anbieten können, deshalb werden auch Außenbereiche erschlossen“, führte Reents aus.

So werden schnelle Datenleitung auch Gut Zwillingshof, die Zengerstraße und den Birkenweg erreichen. Das kostet etwas mehr, weil größere Strecken mit Glasfaserkabeln verlegt werden müssen. „Doch das Angebot der Telekom war so wirtschaftlich, dass wir uns das leisten wollen und können“, so Reents. In den neu erschlossenen Gebieten wollen eine Leistung von mindestens 30 Mbits pro Sekunde zur Verfügung stehen. Wegen ihrer Lage gibt’s für 109 Gebäude aus technischer Sicht eine Sonderlösung: Hier endet das Glasfaserkabel nicht am Verteiler am Straßenrand, sondern führt bis in die Häuser – vorausgesetzt, die Eigentümer erklären sich damit einverstanden. In allen anderen Fällen werden die Datenpakete vom Verteiler über Kupferkabel an die Kundenanschlüsse geliefert.

Damit soll freilich noch nicht Schluss sein: „In der heutigen Zeit ist schnelles Internet ein wichtiger Standortfaktor.“ Nicht zuletzt deshalb habe der Gemeinderat beschlossen, einen „Masterplan“ zu entwickeln. Beabsichtigt ist, bei künftigen Tiefbaumaßnahmen, seien es Straßensanierungen oder die Erschließung von Neubaugebieten, Glasfaser-Leerrohre zu verlegen und diese an Netzbetreiber zu vermieten.

Infos über Ausbaugebiete, Verfügbarkeiten und Geschwindigkeiten gibt’s unter www.schnelles-internet-in-bayern.de und auf der Homepage der Gemeinde (www.hallbergmoos.de) unter „Schnelles Internet“.

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