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In Rekordzeit bestätigt: (vorne v. l.) Wolfgang Reiland (Vize), Helmut Ecker (Vorsitzender), (hinten v. l.) Alexander Belloth, Hermann Hartshauser, Philip Bäuerle (Beisitzer).

Wahlen bei der Einigkeit

Alter Vorstand, neue Beiträge

Im Rekordtempo hat die Einigkeit die Neuwahlen der Vorstandschaft durchgezogen: Nach zehn Minuten waren der Vorsitzende Helmut Ecker und das Führungsteam in ihren Ämtern bestätigt. Den Blick richtet man bereits auf die Kommunalwahlen 2020.

Hallbergmoos – In drei Jahren wird der Gemeinderat von 20 auf 24 Mitglieder wachsen. Da heißt es für die 93 Mitglieder (+1) zählende parteifreie Wählervereinigung, rechtzeitig geeignete Listenkandidaten zu finden. Und: „Wahlkampf kostet Geld, da können wir uns nicht nur auf Sponsoren verlassen“, unterstrich Ecker.

Deshalb stellte er die Anhebung der Mitgliedsbeiträge von jährlich zehn auf 20 Euro jährlich zur Diskussion: „Das sind drei Halbe Bier. Das sollte drin sein.“ „Eine Steigerung von 100 Prozent, das ist ein bissl arg“, ließ indes Amtsvorgänger Klaus Gaßner verlauten – und schlug 15 Euro vor. Bei drei Gegenstimmen konnte sich die 22 Versammelten auf 20 Euro einigen.

Durchweg einstimmig verlief die von Günther Frombeck geleitete offene Abstimmung über die neue Führungsriege: Helmut Ecker (Vorsitzender), Nadine Mynarik, Wolfgang Reiland (beide Stellvertreter), Josef Grichtmair (Kasse) sowie Günther Rottmeier, Philip Bäuerle, Hermann Hartshauser und Alexander Belloth (alle Beisitzer) führen die Geschäfte des Ortsverbands weiter. Für Tanja Voges rückt Cornelia Hartshauser als Schriftführerin nach. Rechnungsprüfer sind Walter Woders und Günther Frombeck.

In seinem Bericht aus dem Gemeinderat – die Einigkeit stellt vier Räte – fand Wolfgang Reiland deutliche Worte. Zwar habe das Gremium viele Projekte – unter anderem das Einheimischenmodell, Betreutes Wohnen, Nordumfahrung, Handwerker-Hof und Breitbandausbau – auf den Weg bringen können. Jedoch liefen, so Reilands Kritik, die Kosten oftmals aus dem Ruder.

Als Beispiel nannte er den Birkenweg, die Erschließungskosten für den Handwerker-Hof und den Kreisverkehr an der Hauptstraße: In letztem Fall liegen zwischen Kostenschätzung (220 000 Euro) und tatsächlicher Abrechnung (660 000 Euro) satte 250 Prozent: „Die Extras wie Busbuchten, Gehweg und Querungshilfen machen diese Differenz nicht aus.“ Weil, so Reiland, seine „Frustrationstoleranz so ziemlich erreicht“ sei, hat er nun im Rechnungsprüfungsausschuss eine Vorlage eingebracht, wonach künftig Kostenschätzungen detaillierter ausfallen müssen. Dringenden Handlungsbedarf sieht Reiland überdies am Rathausplatz: „Diese Steinwüste schreit nach Veränderung“, unterstrich er und beanstandete, dass das Thema in Gemeinderat und Bauausschuss seit Jahren „zerredet und immer wieder verschoben wird.“

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