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Bleibt erst mal so: der Rathausplatz in Hallbergmoos. Seine Zukunft hängt vom Bürgerhaus ab.

Zukunft des Hallbergmooser Rathausplatzes

Bau- und Planungsausschuss rudert zurück

Hallbergmoos - Um die Verschönerung des Rathausplatzes wird weiter in einer Endlosschleife diskutiert: Vorschläge, wie man „der guten Stube“ zu mehr Attraktivität verhelfen kann, wischte der Bau- und Planungsausschuss jetzt vom Tisch. Denn ohne das Bürgerhaus, so der Tenor, lässt sich nicht vernünftig planen.

Der Gemeinderat hatte sich im November 2016 eigentlich festgelegt: Der Bau- und Planungsausschuss soll über die Beauftragung eines Büros beraten, das die Möglichkeiten der Umgestaltung aufzeigt. Darin enthalten sein sollen auch Verbesserungen in punkto Barrierefreiheit. Dementsprechend lautet der Beschlussvorschlag: Man wollte sich von drei Planungsbüros auf Honorarbasis Vorschläge einholen, wie sich Wünsche und Ideen von Kommune und Gemeinderat in die Tat umsetzen lassen.

Gedacht war beispielsweise an die ortsfeste Bepflanzung mit Bäumen, die Errichtung eines Brunnens, die Begrünung des Lüftungsschachts neben dem Aufzug und die Überdachung der Tiefgaragenabgänge. Konstruktiv beachten werden müssen, so die Vorgabe, die eingeschränkte Tragfähigkeit der Tiefgarage, die Feuerwehrumfahrt und notwendiger Freiraum zur Durchführung von Veranstaltungen. Der Aufbau eines größeren Zelts und die Durchführung des Christkindlmarkts sollten durch die Umgestaltung nicht eingeschränkt werden.

Nun ruderte der Bau- und Planungsausschuss zurück. Denn die große Unbekannte „Bürgerhaus“ steht im Raum – und der Planung im Weg, so der Tenor. Das Gebäude eines Tages den Abschluss des Rathausplatzes nach Westen bilden. Wegen anderer Prioritäten wird die Gemeinde das auf zehn Millionen Euro geschätzte Projekt allerdings nicht vor 2020 in Angriff nehmen. „Alles was wir jetzt am Rathausplatz machen, kann hinterher kontraproduktiv sein“, gab Stefan Kronner (SPD) zu bedenken. „Gegen Flickwerk, um unser Gewissen zu beruhigen“, wandte sich auch Josef Niedermair (CSU). Und selbst Heinrich Lemer (FW), der unablässig auf eine rasche Umgestaltung drängte, räumte ein, dass die Fortführung nach Westen eine „zentrale Frage“ ist.

„Wir sind schon einmal grandios gescheitert“, erinnerte Kronner an einen vor einigen Jahren durchgeführten Studentenwettbewerb: Der brachte zwar viele originelle Ideen hervor, wurden aber nie umgesetzt. Weil man den großzügig bemessenen Raum für Veranstaltungen nicht einschränken will.

Kreisbaumeisterin Antonia Seubert, die wegen einer anderen Angelegenheit in der Sitzung anwesend war, bestärkte den Ausschuss, Rathausplatz und Bürgerhaus „in einem Schritt zu planen“. Angesichts der ständigen Unzufriedenheit, so Seubert, ließen sich aber durchaus „reversible“ Maßnahmen umsetzen. „Sie sollten das aber von einem Büro begleiten lassen.“

Eine ganze Reihe schnell umsetzbarer Ideen hatte Wolfgang Reiland (Einigkeit), der mit einem Arbeitskreis den Goldachpark geplant hatte, bereits im Gepäck: „Mobile“ Bäume in Pflanzkübeln, Gräser, Schilf, Bambus, Sitzgelegenheit und Steinformationen beispielsweise. Doch seine Vorschläge fanden kein Gehör (4:5). Auch will man auf die Einschaltung eines Planungsbüros und einen Architektenwettbewerb verzichten. Es bleibt also alles so, wie es ist. Auch wenn’s nicht schön ist.

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