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Jubelnde Sieger: die Pfarrer Juliane Fischer und Thomas Gruber mit Oskar.

Pfarrer-Duo entscheidet Hallbergmooser Eselrennen für sich

Ein Oskar für die Ökumene

Hallbergmoos - Wer den Oskar bekommt, der hat allen Grund zum Jubeln. Die Rede ist freilich nicht von der Hollywood-Trophäe. Sondern von einem vierbeinigen Namensvetter: Oskar, seines Zeichens ein Esel – und eine echte österreichische Rennsemmel. Heuer zog die Hallbergmooser Geistlichkeit beim Eselrennen am Rande der Hallberger Wiesn das große Los. Und prompt gewannen Pfarrerin Juliane Fischer und ihre katholischer Amtskollege Thomas Gruber das prestigeträchtige Rennen.

Während sich Oskar vor dem Rennen noch genüsslich vor dem Festzelt eine resche Brezen einverleibte, stieg die Rennfieber-Kurve bei den Eseltreibern von Minute zu Minute. Bürgermeister Harald Reents ging mit Veranstaltungsmanager Benjamin Henn als Titelverteidiger an den Start. „Rechtzeitig zum Warmmachen da sein“, raunzte er seinem Co-Eseltreiber zu. Der dritte Bürgermeister und Volksfestreferent Sepp Fischer stand ähnlich motiviert in den Startlöchern. Christine Wimmer, Regisseurin der Moosbühne, hatte Karotten und Löwenzahn als Motivationshilfe einstecken.

Eher gelassen gingen die beiden Seelsorger die Sache an: Juliane Fischer fesch im Dirndl und Absatzschuhen, Thomas Gruber immerhin in Turnschuhen – und mit ausgefranstem Strohhut. Wer mit welchem Esel an den Start geht, darüber entschied das Los – und Ferdinand Waldhier, der heuer als Eseltreiber einmal pausiert und stattdessen Fortuna spielte: „Oskar für die Ökumene“, „Resi für den Bürgermeister“, „Gerlinde für die Moosbühne“ durfte Moderator Marco Vogl schließlich verkünden. Jubel bei den Geistlichen, enttäuschte Mienen bei der Konkurrenz.

Freilich war damit das Rennen noch nicht entschieden. Schließlich geht’s auch um tierische Tagesform und Treiber-Qualitäten. Und dann wäre da noch ein Quantum Starrsinn. Der machte sich gleich beim Start bemerkbar: Zum Amüsement hunderter Zuschauer mühten sich die Paten redlich, die Grautiere überhaupt an die Startlinie zu bugsieren. Nach dem Startsignal machten die Dreier-Teams dann mächtig Tempo, andere – wie die Narrhalla-Gardemädels – hatten alle Mühe, ihre bockbeinigen Athleten nur ein Stück weit nach vorne zu treiben. Eine Riesen-Gaudi in jedem Fall!

Nach Vor- und Hoffnungsrundenläufen qualifizierten sich fünf Teams fürs Finale. An der starken Hand von Pfarrer Thomas Gruber und – von hinten – von Juliane Fischer angetrieben galoppierte Oskar souverän vorneweg durch den Parcours. Außer Atem und jubelnd liefen das ökumenische Gespann über die Ziellinie. Die Bürgermeister Reents und Fischer sortierten sich mit Paula und Gerlinde hinter den Eseltreibern einer Ortszeitung und der Moosbühne auf den letzten beiden Plätzen ein. Dem Vernehmen nach tüfteln beide aber schon an Trainingsplänen für das Eselrennen im kommenden Jahr – und wie sie es am besten anstellen, den Oskar zu bekommen.

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