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Hotel-Projekt „Otto von Wittelsbach“ in Hallbergmoos

„Eine extreme Herausforderung“

Es wird kein Hotel wie jedes andere: das Holiday Inn mit seinen 165 Zimmern, das die GBI AG in Zusammenarbeit mit der Kassecker Projekt GmbH in Hallbergmoos plant. Dort wird ein Neubau mit dem fast 200 Jahre alten und seit 1993 unter Denkmalschutz stehenden ehemaligen Gasthaus Otto von Wittelsbach (Alter Wirt) kombiniert. Inzwischen sind die ersten Bagger angerollt.

Hallbergmoos – „Als Deutschlands größter Hotelentwickler haben wir schon viele besondere Projekte umgesetzt. Diese Immobilie ist aber zweifellos eine extreme bauliche und konzeptionelle Herausforderung“, sagt Reiner Nittka, Vorstandssprecher der GBI AG. Doch das Engagement, da ist er sich sicher, lohne sich: „Die für ein Hotel eher seltene Kombination von Denkmal- und Neubau-Teil wird dem Haus ein ganz besonderes Flair und Gästen damit eine besondere Aufenthaltsqualität bieten.“

Am nördlichen Ortseingang, im Kreuzungsbereich der Theresien- und Ludwigstraße, sind die Bagger angerollt, um mit dem Aushub und den Kanalbauarbeiten zu beginnen. Fertig wird das Hotel voraussichtlich Ende 2019. Die 165 Zimmer, Restaurant und Lobby werden, wie es in der Pressemitteilung der GBI AG heißt, im Neubauteil untergebracht. In dem denkmalgeschützten Gebäude werden der Konferenz- und Verwaltungsbereich integriert.

Das historische Gasthaus öffnete 1830 als „Alter Wirt – Otto von Wittelsbach“. Damals begann Freiherr Karl Theodor Maria Hubert von Hallberg-Broich, das Erdinger Moos systematisch trockenzulegen. An den Namen des Freiherrn anlehnend, erhielt die entstehende Ortschaft ihren Namen. Der zunächst entstandene Holzbau ist 1846/47 durch einen massiven Ziegelbau ersetzt worden. Rund 150 Jahre war die Gaststätte wichtiger Treffpunkt des Ortes. Danach wurde das Gebäude von 1978 bis 1985 zunächst vom Schützenverein, anschließend von Künstlern als Atelier und Wohnhaus genutzt. Seit 1997 ist eine Nutzung aus baulichen Gründen unmöglich.

„Aufgrund der bewegten Geschichte ist die Immobilie für Hallbergmoos essentiell“, sagt Roland Maresch, Projektentwickler der Kassecker Projekt GmbH: „Das spüren wir als Unternehmen, das eine Geschäftsstelle im Ort hat. Die Leute wünschen sich, dieses Gebäude zu retten.“

Damit die historische Note des Gebäudes nachdrücklich zur Geltung kommt, werden die Neubauten von der Höhe her optisch dem historischen Gebäudeteil untergeordnet. Als weiteres wichtiges Gestaltungselement unterstützen unterschiedliche Fassaden die optische Trennung von Neu und Alt. Maresch: „Die historische Gastwirtschaft ist außen verputzt, wie das seit dem 19. Jahrhundert unverändert der Fall war. Der neue Gebäudeteil erhält größtenteils eine Fassade mit Holzverschalung.“

Erworben wurden die denkmalgeschützte Immobilie und die 6906 Quadratmeter große Grundstücksfläche von einer Erbengemeinschaft. „Ein Projektstart war aber erst möglich, als auch die Flughafen München GmbH entschied, dass sie weitere 1743 Quadratmeter große angrenzende Grundstücke nicht für eigene Zwecke benötigt und wir diese kaufen konnten. Nur so konnte eine für das Hotel ausreichende Grundstücksgröße erreicht werden. Diese ist wegen der geringeren Höhe der Gebäude notwendig“, erläutert der Projektentwickler.

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